Praxistipps: Social Search 08.03.2013, 09:36 Uhr

Wie soziale Netzwerke die Kaufentscheidung beeinflussen

Shopping-Tipps via Facebook: Seit der Etablierung sozialer Netzwerke gibt es einen neuen Trend beim Einkaufen im Internet - Social Search. Der Nutzer zieht inzwischen immer öfter auch sein soziales Umfeld mit in die Kaufentscheidung ein. Zehn Tipps, wie sich Online-Händler fit für Social Search machen, hat Niels Hinnemann von SoQuero.
Facebook, Twitter und Co.: User informieren sich heute beim Online-Shopping nicht mehr nur auf Bewertungs- und Preisvergleichsportalen, sondern ziehen immer öfter auch ihr soziales Umfeld in die Kaufentscheidung via Bewertungen, Empfehlungen, Vergleiche und Meinungen über Produkte mit ein. Das Ergebnis: User-Generated Content und ein hoher Grad an Interaktion zwischen Nutzern mit enormem SEO-Potenzial.
Wie sich Online-Händler dabei richtig auf Social Search vorbereiten können, erklärt Niels Hinnemann, Social Media Consultant bei der Online-Agentur SoQuero.
1. Social Media Profile SEO-optimieren
Ziel der Social Media Profiloptimierung ist das eigenständige Ranking von Profilen auf der Suchergebnisseite (primär zu Brandbegriffen), um beispielsweise die Konkurrenz von den vorderen Plätzen zu verdrängen. In Profilinformationen, Biografien, Unterseiten, Fotoalben, Bildbeschreibungen, Tabs etc. sollten dazu "vorsichtig" relevante Keywords untergebracht, an den richtigen Stellen zum Shop verlinkt und META-Daten oder entsprechende ALT-Tags (zum Beispiel innerhalb Tabs mit HTML Inhalten) angepasst werden.
2. Profilname & Vanity URL SEO-konform wählen
Social Media Profile sollten den Markennamen im Titel enthalten. Es macht nur bedingt Sinn zusätzlich noch ein relevantes Keyword zu integrieren. Insbesondere aus Usability sowie aus rechtlicher Sicht sollte hier mit Bedacht vorgegangen werden. Es ist zudem darauf zu achten, dass die Profile alle exakt denselben Titel bzw. den gleichen Profilnamen besitzen, so dass Suchmaschinen diese untereinander „matchen“ können. Das gleiche Prinzip gilt auch für die Einrichtung einer Vanity URL: Diese sollte gleichzeitig nicht zu lang und einfach zu merken sein. Bei Untertiteln kann jedoch zusätzlich ein relevantes Keyword in den Profilnamen integriert werden, auch hier sollte sehr bedächtig vorgegangen werden.
3. Inhalte mit Mehrwert und im richtigen Format
Nutzer suchen meist nicht direkt nach Produkten, sondern nach Antworten zu bestimmten Themen. Für eine optimale Verbreitung von Inhalten und Social Links, sollte der Fokus demnach auf zielgruppenrelevante Themen gesetzt werden. Darunter fallen vor allem Ratgeber. Auch das Format sollte stimmen: damit Inhalte möglichst kompakt und leicht teilbar werden, eignen sich Formate wie Top-Auflistungen, Experteninterviews, Infografiken, How-tos, Anleitungen, Video Tutorials, Whitepaper, eGuides, Webinare oder gar aussagekräftige Bilder. Vorab sollten natürlich die Bedürfnisse der Zielgruppe exakt untersucht werden.
4. Beiträge optimal formatieren
Ähnlich wie Blog Beiträge, sollten auch Social Media Beiträge sorgfältig formatiert werden. Einige Netzwerke ermöglichen es, Überschriften als "fett" zu markieren. Speziell auf Twitter sollten relevante Keywords mit dem „Hashtag“ gekennzeichnet werden. Werden gezielt andere Social Media Nutzer angesprochen, so sollte dies per @-Erwähnung erfolgen. Enthalten Beiträge, Tweets oder Wallposts zusätzlich Links, so sollte auch auf die SEO-konforme Darstellung der entsprechenden META-Daten geachtet werden.
5. Influencer Marketing betreiben
Durch den Google Authorrank werden Inhalte direkt mit dem zugehörigen Autor in Verbindung gebracht und bewertet. Der Authorrank sollte also auch bei der Verbreitung von Social Media Inhalten berücksichtigt werden. Relevante Influencer sollten ausfindig gemacht und gründlich gepflegt werden, indem man die Inhalte von Influencern selbst innerhalb der eigenen Netzwerke teilt sowie sich mit diesen zu bestimmten Themen austauscht. Gastbeiträge oder Interviews sind oft eine gute Möglichkeit Influencer in die eigene Kommunikation zu integrieren. Eigene Inhalte gilt es, anschließend gezielt bei Influencern zu platzieren (Seeding).
Weiter zu:
6. Linkbait Mechanismen integrieren
7. User-Generated-Content fördern
8. Social Snippets nutzen
9. Einbindung von Social Plug-ins
10. Fazit: Ausprobieren



Das könnte Sie auch interessieren