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Kommunikation auf Facebook 16.07.2010, 11:04 Uhr

PR 2.0 als Ausdauersport

Im gleichen Maß, in dem die Nutzerzahlen steigen, nimmt auch die Bedeutung von Facebook für die Unternehmenskommunikation zu. Ute Richter und Gerrit Breustedt von Hotwire Public Relations erklären, wie Firmen das Potenzial des Netzwerks nutzen können und was sie dabei beachten sollten.
Kommunikation auf Facebook (Foto: istock/JordiDelgado)
Eher Marathon als Sprint: PR 2.0
Der Reiz von Facebook liegt - wie bei vielen Social Media - darin, dass ein Unternehmen oder eine Marke direkt mit ihrer Zielgruppe agieren, sie enger an das Unternehmen binden und in der Zielgruppe ein Wir-Gefühl kreieren kann. Das wird oft missverstanden, so dass Unternehmen Facebook zur Leadgenerierung, als Verlängerung ihres Pressebüros oder zur Steigerung des Markenimages oder der Markenbekanntheit nutzen wollen.
Inhalte sollen zum Unternehmen passen
Wichtig ist, dass die Facebook-Kommunikation zu dem Unternehmen passt. Wenn BP jetzt eine sehr lustige und unterhaltsame Facebook-Strategie fahren würden, wäre das ziemlich verfehlt. Oft wird suggeriert, eine Facebook-Seite oder eine Facebook-Kommunikation solle möglichst produktneutral sein und müsse einen über das Produkt hinaus gehenden Mehrwert bieten. Zwar muss eine Seite einen Mehrwert bieten, der User anzieht. Welche Inhalte Unternehmen dort darstellen, um diesen Mehrwert zu schaffen, ist jedoch zunächst einmal eine Marketing- beziehungsweise Kommunikationsentscheidung.
Wenn L’Oreal beispielsweise eine sehr attraktive Facebook-Seite ins Netz stellt, auf der die User sich über Haare im Allgemeinen austauschen, entspricht das im Grunde der Dove-Werbekampagne, in der die Seifenmarke ganz normale Verbraucherinnen abbildet. Genauso gut wäre aber auch eine Seite, in der Facebook-User Produktfeatures und Entwicklungen diskutieren oder über Marketingaktionen und Unternehmensnews kommunizieren. Wichtig ist, dass Unternehmen beachten, dass anders als in der klassischen PR soziale Netzwerke nicht so faktenorientiert sind und auch von den Emotionen leben.
Langen Atem beweisen
Facebook-Seiten müssen stetig aktualisiert werden. Sie können nur dann ihre Attraktivität bewahren, wenn sie kontinuierlich gepflegt werden und andere User dazu einladen, auf diesen zu kommunizieren und zu diskutieren. Auch das trägt zur Aktualität bei. Insofern brauchen Unternehmen eine Art Themenplan über was sie sprechen sollen und können und idealerweise einen Fahrplan, wann über was gesprochen werden soll. Dieser Fahrplan entbindet ein Unternehmen aber nicht von der Notwendigkeit auch auf das einzugehen, was die User auf ihrer Seite mitteilen. Insofern ist es wichtig auch entsprechende Ressourcen einzuplanen, wobei der Aufwand oft weniger groß ist, als man denkt.
Klare Regeln aufstellen
Oft vereinfacht es denn Prozess, wenn im Unternehmen mehrere Leute Inhalte pflegen können. Wichtig ist, dass jeder weiß, was er darf, was er nicht darf. Das Unternehmen transparent zu machen ist schön, aber bitte dabei keine Interna ausplaudern. Lustig zu sein, ist auch schön, aber es sollte dabei nichts ins Lächerliche gezogen werden. Am Ende repräsentieren Mitarbeiter immer noch ihr Unternehmen und das sollte in klare Bahnen gelenkt werden. Das Erstellen einer Social-Media-Guideline ist daher von zentraler Bedeutung bei PR 2.0. Hier gibt es kein Patentrezept.
Feedback akzeptieren
Social Media ermutigen Meinungsaustausch und Feedback. Deshalb müssen Unternehmen davon ausgehen, jede Menge Feedback von Facebook-Nutzern zu bekommen. Das ist eine gute Sache, auch wenn es manchmal Stress auslösen kann. Unter anderem deshalb betreiben Unternehmen ja auch eine Seite.
Erst einrichten, dann bewerben
Wenn jemand ein Geschäft in der Fußgängerzone der Stadt startet und am Tag der Eröffnung sind die Regale leer, werden die wenigsten Kunden auf die Idee kommen, am nächsten Tag noch einmal vorbeizukommen. So ist das auch mit einer Facebook-Seite. Es lohnt sich, lieber einen Tag länger zu warten, bevor die Seite live geschaltet wird, um sicher zu gehen, dass möglichst viele und relevante Inhalte bereits auf der Seite sind. Wichtig ist auch, dass Unternehmen ihren Facebook-Kanal promoten.



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