Expert Insights 24.05.2016, 08:07 Uhr

Virtual Reality verstehen und erfolgreich einsetzen

Virtual Reality (VR) ist derzeit in aller Munde, denn die Technik wird immer besser. Somit beschreiten auch Marken mittels VR neue kreative Wege, um Konsumenten auf sich aufmerksam zu machen.
Manfred Klaus, Sprecher der Geschäftsführung der Plan.Net Gruppe
An Virtual Reality (VR) führt momentan kaum ein Weg vorbei. Es gehört zu den meistdiskutierten Themen der Branche. Das Spektrum der Devices reicht vom Cardboard bis zur Oculus Rift und erst vor wenigen Tagen stellte Google auf der eigenen Entwicklerkonferenz Google I/O ein neues VR-Konzept namens Daydream vor. Die Technik ist marktreif und Marken suchen damit neue kreative Möglichkeiten, um Konsumenten anzusprechen. Egal ob zu Hause, im Store oder unterwegs.

Nicht überall, wo Virtual Reality draufsteht, ist auch Virtual drin

Doch nicht jeder, der aktuell über VR diskutiert und berichtet, meint tatsächlich Virtual Reality im engeren Sinne, oft sind damit auch 360-Grad-Videos oder Augmented Reality (AR) gemeint. Zur Unterscheidung helfen zwei Faktoren: die Umgebung des Nutzers und die Art des Erlebnisses.

Augmented Reality

Bei Augmented Reality wird die reale Umgebung durch computer-generierte Inhalte angereichert und mittels eines AR-Headsets oder entsprechender Apps im Sichtfeld des Nutzers eingeblendet. Diese virtuellen Erweiterungen können unterschiedlichster Form sein, wie etwa ein Overlay mit zusätzlichen Informationen oder 3D-Objekte, mit denen man in Interaktion treten kann. Oft stehen sie in direktem Bezug zur Umgebung (Location Based Services) oder zu Objekten (Beacons/ QR-Codes).
 
Bei Virtual Reality wird ein Nutzer hingegen aus seiner physischen Realität in eine geschlossene virtuelle Umgebung transportiert, in der er sich frei bewegen kann. Darüber hinaus können die visuellen Eindrücke durch Sound und äußere Reize wie Temperatur, Wind oder Gerüche unterstützt werden, um die Imagination zu steigern und dem Nutzer das Gefühl zu geben, mittendrin zu sein. Diese Erfahrung wird als immersives Erlebnis bezeichnet.

360-Grad-Videos

360-Grad-Videos, die von einem festen Kamerastandpunkt gefilmt werden, stellen im Gegensatz dazu nur ein begrenztes Erlebnis dar. Der Nutzer kann sich nicht frei darin bewegen, sondern lediglich durch Kopfbewegung den Blickwinkel verändern.

Mehrwert von VR

Der entscheidende Mehrwert von VR gegenüber den anderen Technologien ist die Immersion. Dieses Mittendrin-Gefühl eignet sich hervorragend dazu, um überraschende und fesselnde Markenerlebnisse zu kreieren und auf eine besondere Weise mit den Konsumenten zu interagieren. Doch auch 360-Grad-Videos und AR-Apps bieten spannende Anwendungsszenarien. Von anderen Kommunikationskanälen unterscheiden sich die Technologien besonders durch drei Unique Selling Points.



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