Expert Insights 25.08.2015, 08:00 Uhr

Die neue alte Klick-Diskussion: Hat sich durch Mobile etwas geändert?

Eigentlich schien die Diskussion um den Klick als Währung im Performance Display Marketing schon erschöpft. Doch zuletzt hat die Klick-Thematik plötzlich wieder an Fahrt aufgenommen. Warum eigentlich?
Alexander Gösswein, Managing Director Central Europe bei Criteo
Die Diskussion um den Klick als Währung im Performance Display Marketing hatten wir in den letzten Jahren bereits ausführlich und kontrovers geführt. Eigentlich schien das Thema damit auch schon erschöpft - alle Argumente waren (teils mehrfach) ausgetauscht, analysiert und ausführlich diskutiert worden. So dachte ich jedenfalls. Doch in den letzten Wochen und Monaten hat die Klick-Thematik plötzlich wieder an Fahrt aufgenommen. Die Frage ist: Warum eigentlich?
Der Grund dafür scheint vor allem in der zunehmenden Bedeutung des mobilen Kanals für werbungtreibende Unternehmen zu liegen. Während sich die frühere Diskussion rein um Display-Advertising am Desktop-PC drehte, beziehen die aktuellen Wortmeldungen Mobile Advertising mit ein - beziehungsweise fokussieren sich ganz darauf.
Die vorgebrachten Argumente gegen den Klick als valide Online-Währung sind dabei nicht neu. Vielmehr sollen sie angeblich neue Gültigkeit erlangt haben, gemäß dem Motto: Anderer Kanal, andere Regeln. Ist es also tatsächlich sinnvoll, die Diskussion vor diesem neuen Hintergrund erneut anzustoßen? Lassen Sie uns dafür einen gemeinsamen Blick auf die gängigsten Vorurteile wider den Klick werfen.

1.)  Klicks auf mobile Ads sind lediglich zufällige Vertipper

Sehr beliebt ist die Annahme, Nutzer würden weitestgehend unbeabsichtigt auf mobile Ads klicken. Besonders auf kleinen Smartphone-Screens könne dies sehr leicht passieren, da sich Ads im normalen Aktionsradius bei der Benutzung des Geräts befänden. Wäre dem wirklich so, sollte man jedoch erwarten, dass die Mehrheit der Nutzer die Seite des jeweils Werbungtreibenden umgehend auch wieder verlässt. Stattdessen sehen wir einen zunehmenden Trend zu mobilem Einkaufen.
Bereits 31 Prozent aller Online-Transaktionen passieren heute in Deutschland über mobile Endgeräte. Und Mobile beschränkt sich dabei keineswegs auf die großformatigen Tablets, die gerne abends auf der Couch hergenommen werden. Der Anteil von Smartphones am M-Commerce in Deutschland liegt bei mittlerweile 46 Prozent, in Märkten wie Großbritannien und den USA ist die 50 Prozent-Marke längst überschritten. Mobile Commerce gehört mittlerweile also fest zu unserem digitalen Einkaufsverhalten - unser Umgang mit mobilen Ads stellt da keine Ausnahme dar.



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