Expert Insights 15.10.2015, 08:00 Uhr

Jetzt schon an Weihnachten denken

Obwohl uns die wärmende Sonne derzeit nochmals den Herbst versüßt, darf das Weihnachtsgeschäft nicht vergessen werden. Shop-Betreiber und die Affiliate-Branche sollten spätestens jetzt aktiv werden.
Markus Kellermann, geschäftsführender Gesellschafter bei xpose360
In den Supermärkten gibt es bereits die ersten Weihnachts-Lebkuchen, Spekulatius und Zimtsterne zu kaufen, obwohl draußen noch die Sonne scheint. Auch wenn die meisten Deutschen vom weihnachtlichen Warenangebot in den Geschäften genervt sind, ist es für die Online-Werbebranche umso wichtiger, jetzt schon darauf vorbereitet zu sein.
Denn das Weihnachtsgeschäft gehört bei den meisten Onlineshops zur wichtigsten Zeit im Jahr und gerade das Einkaufen im Netz empfinden viele Konsumenten wesentlich angenehmer als das hektische Gedränge an den Kassen. Jeder Dritte klickt laut einer Umfrage des IT-Dienstleisters Novomind bei den Weihnachtskäufen im Netz mindestens einmal einen Onlineshop an. 

Interessante Angebote für Publisher und Advertiser

Deswegen ist es höchste Zeit, um sich auch bei den Performance-Kampagnen auf Weihnachten vorzubereiten, denn auch die Affiliate-Partner benötigen eine gewisse Vorbereitungszeit, um neue Aktionen und Werbemittel auf ihren Webseiten einzubauen. Zudem sind oftmals zur Weihnachtszeit die Werbeplätze sehr begehrt.
 
Aus diesem Grund ist die strategische Planung hier auch sehr wichtig. In vielen Unternehmen gibt es ja bereits Jahresaktionspläne, in denen auch Aktionen für das Weihnachtsgeschäft eingeplant sind. Diese Aktionen sollte man daher nutzen, um daraus Performance-Kampagnen zu gestalten. So lässt sich beispielsweise aus einem Weihnachtsrabatt für Endkunden auch eine interessante Aktion für die Publisher erstellen.

So gelingt die Werbestrategie zur Weihnachtszeit

Eine detaillierte Analyse ist dabei unabdingbar. Welche Aktionen könnten für die Affiliates interessant sein? Welche Aktionen bieten sich für den Affiliate-Kanal an? Das können zum Beispiel Endkundenrabatte, Gutscheincodes, Versandkostenfreiaktionen, Sonderartikel oder rabattierte Produkte sein.
Aus diesen Entscheidungen kann der ROI (Return on Investment) für den Performance-Kanal berechnet werden. Eine Sonderprovision für die prominente Platzierung auf reichweitenstarken Kanälen kann für Publisher ein Anreiz sein.
Die meisten Affiliate-Netzwerke bieten in der Weihnachtszeit auch Sonder-Promotions an. So startet zum Beispiel affilinet jedes Jahr die Xmas-Promo. Dabei haben die Advertiser die Möglichkeit, auf der Promotionseite Werbeplatzierungen zu buchen. Auch die umsatzstarken Affiliates bieten spezielle Weihnachtspromotions an wie Adventskalender, Schnäppchen-Highlights oder Themenwelten. Allerdings sollte man die möglichen Werbeplätze baldmöglichst buchen, da diese oftmals limitiert und befristet sind.

Weihnachten und Black Friday sind bei weitem nicht die einzigen Ereignisse, die Online-Händler auf dem Schirm haben sollten. Das sind die spektakulärsten E-Commerce-Termine weltweit.

Doch leider denken nicht alle Advertiser bei der Weihnachtsplanung an den Affiliate-Kanal. In vielen Unternehmen besteht nach wie vor das Silo-Denken. Oftmals fehlt das Zusammenspiel zwischen Marketing- und Vertriebsabteilung, teilweise auch innerhalb der Online-Kanäle.
Für eine erfolgreiche Online-Marketing-Strategie ist es daher wichtig, Unternehmensstrategien und auch Werbeaktionen in allen Kanälen zu verankern, um die potentiellen Kunden dadurch in allen Touchpoints der User-Journey abzuholen. Hierzu müssen in den Unternehmen alle Abteilungen eng miteinander zusammenarbeiten. Marketingpläne müssen frühzeitig mit den Affiliate-Managern oder Dienstleistern abgesprochen werden, damit Weihnachtsaktionen auch rechtzeitig in die Affiliate-Strategie integriert werden können.

18 Prozent der Bestellungen erfolgen mobil

Beachten sollte man als Advertiser auf jeden Fall auch den Traffic über die mobilen Endgeräte. Viele Werbeunternehmen haben leider immer noch kein Mobile-Tracking implementiert. Dadurch werden mögliche Bestellungen auch nicht den Publishern zugewiesen, was letztendlich zur Demotivation führt und zur Traffic-Weiterleitung in andere Onlineshops.
 
Für das Mobile Performance Barometer von Zanox für das erste Halbjahr 2015 wurden die Daten von mehr als 3.500 Partnerprogrammen in zehn Zanox-Märkten analysiert. Der Start in das Jahr 2015 begann mit einem Rekord von über 1,5 Millionen mobilen Bestellungen im Januar - eine unglaubliche halbe Million mehr Transaktionen als im Vergleichsmonat des Jahres 2014.
Im Vergleich zum ersten Vorjahreshalbjahr sind die mobilen Transaktionen im ersten Halbjahr 2015 um 54 Prozent gestiegen. Dadurch wurde bisher ein Umsatzplus von 60 Prozent im mobilen Bereich erzielt.

Smartphones als treibende Kraft

Die durchschnittliche Warenkorbgröße ist insgesamt um 18,4 Prozent gestiegen und Deutschland liegt mit durchschnittlich 102 Euro Bestellwert im Tablet-Bereich auf Platz 3, hinter Schweden mit 116 Euro und der Schweiz mit 140 Euro. Bei der Verteilung der Transaktionen nach Endgeräten sind besonders die Smartphones mit einem Anteil von 13 Prozent auf dem Vormarsch. Im ersten Halbjahr 2014 machten diese nur sechs Prozent der mobilen Sales aus.
Insgesamt wurden im ersten Halbjahr 2015 bereits 18 Prozent aller Bestellungen mobil abgeschlossen. Im gesamten Jahr 2014 waren es 13 Prozent. Somit lässt die weitere Entwicklung in diesem Jahr gespannt auf das Endergebnis blicken.



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