dmexco 2016
15.09.2016, 10:05 Uhr

Virtual Reality kreiert Markenerlebnisse

Ist Virtual Reality nur ein Hype? Nein - da sind sich die Experten einig. Doch eine Marketing-Strategie haben nur Wenige. Es ist an der Zeit, dass das Potenzial der Technologie nicht nur erkannt, sondern auch umgesetzt wird.
(Quelle: Shutterstock.com/ momo design)
In den vergangenen Monaten redeten in der Branche alle über Virtual Reality (VR) und dass es sich bei dieser Technologie um "the next big thing" handelt. Doch bisher haben sich Advertiser diese Technologie nicht wirklich zunutze gemacht. Klar war ein Grund die mangelhafte Hardware und deren doch eher schleppende Verbreitung.
Doch hier hat sich in der letzten Zeit viel getan: VR ist in der Öffentlichkeit angekommen und die Hardware ist zum einen qualitativ hochwertiger und zum anderen erschwinglicher geworden. Also sollten sich Unternehmen heute nicht mehr die Frage stellen, ob es Zeit ist für diese Technologie neue Marketing-Strategien zu entwickeln, sondern wie man sie am besten für das eigene Produkt einsetzt.
Die neue Experience Hall auf der dmexco nahm sich unter anderem diesem Thema an und bot Raum für Diskussionen von zahlreichen Experten. Im Panel "Emotions and Impact: Connecting with Consumers in Virtual Reality" diskutierten Dominic Collins (General Manager, EMEA, Jaunt VR), Hervé Fontaine (VP Virtual Reality B2B and Business Development, HTC Vive), Marcus Kuehne (Strategy Lead Immersive Technologies Digital Business, Audi) und Karl Woolley (Head of VR Studio, UK, Framestore) welchen Stellenwert VR in Unternehmen haben sollte und wie sie es schaffen können, mit dieser neuen Technologie ein besseres Markenerlebnis zu kreieren.

Der CEO muss VR erleben

Dass es sich bei VR um keinen Hype handelt, darin waren sich alle einig. Doch das gesamte Potenzial der virtuellen Realität und in welche Bereiche unseres Lebens sie noch eindringen wird, sei noch nicht wirklich klar, sagte Woolley. Damit in Unternehmen das Potenzial der virtuellen Realität für die Vermittlung der Markenbotschaft nicht nur erkannt, sondern auch umsetzt wird, hat Fontaine einen guten Tipp: "Der CEO muss VR selbst erleben, denn man muss die Technologie ausprobiert haben, um wirklich zu wissen welches Potenzial in ihr steckt und was sie bei Kunden bewegen kann."
Durch VR können Marken eine Präsenz beim User kreieren, die sich mit keiner anderen Technologie vermitteln können. Allerdings ist VR noch für viele Unternehmen ein Trend, den sie sich erstmal anschauen und abwarten, wie er sich entwickelt. Doch das ist laut Fontaine ein fataler Fehler.
VR schaffe es nicht nur eine Markenbotschaft besser zu transportieren, der User erlebe sie, sei dabei mittendrin. Zudem werden diese Erlebnisse Emotionen erzeugen und die Nutzer auf eine ganz eigene Art und Weise unterhalten, resümiert Kuehne von Audi.

Die Erwartungen an die dmexco sind hoch, die Liste der Themen scheint endlos zu sein. Welche Diskussionen müssen 2016 auf jeden Fall geführt werden und wo gibt es Reibungspunkte? Antworten gibt der zweite Teil unserer Branchenumfrage.

 



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