dmexco 2017 14.09.2017, 10:46 Uhr

Mensch versus Maschine: Wie sieht die Zukunft aus?

Die Grenzen zwischen Mensch und Maschine verschwimmen immer mehr. Wie beeinflusst diese Entwicklung unsere Gesellschaft und unser Business? Diese und weitere Fragen diskutierten Branchen-Experten im "Reality Check" auf der dmexco.
(Quelle: shutterstock.com/ Jirsak)
Künstliche Intelligenz (KI) soll den Menschen nicht ersetzen, sondern der Gesellschaft helfen, sich zum Besseren zu entwickeln. Die sogenannte "Humachine" bildet dabei im Idealfall eine Symbiose aus menschlicher Kreativität und maschineller Intelligenz. Von dieser Kombination sollen die Menschen profitieren und sich so gut für die Zukunft aufstellen können.
Wie wird die Zusammenarbeit von Mensch und Maschine künftig unser tägliches Leben und die Arbeit von Unternehmen verändern? Wo stehen wir heute und wie könnte es in Zukunft aussehen?
Zu diesem Thema diskutierten auf der dmexco im "Reality Check" Sonja Moosburger (MediaMarktSaturn Retail Group), Markus Ruebsam (SAP Hypris) und Limor Schweitzer (RoboSavvy).
Aktuell ist es so, dass Roboter einfache Handgriffe erledigen können. "In Zukunft könnten Roboter aber in der Lage sein, jegliche physischen Aufgaben und Arbeitsschritte durchzuführen", sagt Schweiter. Bis es aber soweit sei, dass sie komplexe Denkaufgaben erledigen könnten, sei es noch ein sehr langer Weg, so Schweiter weiter.

KI-Projekt Paul

Dass es an der Zeit ist für Firmen, sich mit dem Thema Künstliche Intelligenz zu beschäftigen, ist klar. MediaMarktSaturn arbeiten bereits seit zwei Jahren an Projekten dieser Art. Ein Ergebnis wurde bereits im vergangenen Jahr auf der dmexco präsentiert - und zwar Roboter "Paul".
Dabei handelt es sich um einen Roboter, der derzeit in einer Filiale in Ingolstadt Kunden begrüßt, sie fragt, was genau sie suchen und sie zum gewünschten Produkt im Laden begleitet. "Paul wird wie ein Mitarbeiter gesehen. Die anderen Verkäufer sehen ihn aber nicht als etwas an, dass in Zukunft ihren Arbeitsplatz bedrohen könnte. Es gibt viele Aufgaben, die Mitarbeiter besser erledigen können, als ein Roboter - beispielsweise, wenn es um Konversation mit dem Kunden geht", sagt Moosburger.
Bis die Zusammenarbeit von Menschen und Maschinen ethische Probleme verursachen kann, wird es in jedem Fall noch einige Zeit dauern. Denn bisher erledigen Roboter in den meisten Fällen noch "stupide" Aufgaben. Da die Maschinen aber immer schlauer werden, sollte man die ethische Fragen nicht außer Acht lassen.
"Für die Zukunft ist wichtig, dass man den Fokus auf die Zusammenarbeit von Mensch und Maschine legt und nicht versucht, Menschen durch Maschinen zu ersetzen. Das tatsächliche Potenzial liegt in der Symbiose", meint Ruebsam.




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