Gründer auf der Digitalmesse 13.09.2017, 10:45 Uhr

Wie die dmexco Start-ups locken will

Seit jeher pflegt die dmexco die Nähe zu Start-ups, wohl wissend, dass einige von ihnen für das künftige Business nicht ganz unwichtig sein dürften. Außerdem locken die Gründer Besucher an, ­eine Win-win-Situation also.
(Quelle: shutterstock.com/bloomua)
Im Zentrum der dmexco hat man wieder das sogenannte "Start-up Village" errichtet. Hier, so versprechen die Veranstalter, pulsiere das Business der Zukunft. Die Newcomer aus Marketing, Medien oder Tech könnten auf Investoren, potenzielle Partner oder Kunden treffen - und das erstmals in einer ­eigenen Halle. "150 innovative Gründer - und damit doppelt so viele wie 2016 -, und davon die Hälfte aus aller Welt", freut sich das Messe-Macher-Duo Christian Muche und Frank Schneider. "Im diesjährigen dmexco Start-up Village präsentieren wir einen nationalen und internationalen Überblick über die Trends der digitalen Marketing-Transformation."

150 Gründer sind im Start-up Village

Die Vielfalt ist also groß - sie reicht von der Video-Plattform Ad Asia aus Bangkok über die Online-Marketing-Firma Madriva aus Las Vegas bis hin zur Zolitron Technology aus Bochum, einem Anbieter, der mit Micro-Energie experimentiert. Die Vision: Eines Tages soll ein Großteil der 35 Milliarden Devices, die irgendwie mit dem Internet der Dinge zu tun haben, sich aus der Energie umliegender Geräte, aus Hitze, Vibrationen und Licht speisen. Erstes Arbeitsergebnis ist der energieautarke Z-Bea­con, der ohne Batterie und Drähte auskommt.
Das klingt spannend und zeigt, dass das Start-up Village in der Zukunftsstrategie der dmexco in der Tat ein wesentlicher Baustein sein könnte. Inhaltlich eingebettet ist der Tummelplatz der Gründer in ein Konferenzprogramm, in dem einige der neuen Firmen in kurzen Slots ihr Geschäftsmodell präsentieren. Das beginnt am Mittwoch um 10 Uhr mit Fortvision, einem Online-Marketing-Start-up aus Tel Aviv, und am Donnerstag um 10.15 Uhr mit einem Vortrag von Sogedes aus Mannheim, einer Firma, die sich damit ausei­nandersetzt, wie man Gedanken und Gefühle von Kunden auf ihrer Customer Journey erkennen und nutzen kann. Den Schlusspunkt bildet ein Kurzvortrag von Laetitia Comès-Bancaud, Co-Founder von Early Birds, einem Unternehmen, das im Bereich E-Commerce Vorhersagen zum Verbraucher- und Käuferverhalten macht (Predictive Marketing).
Zusätzlich aufgepimpt wird die zweitägige Start-up-Ansammlung von einem neuen Format, das sich inzwischen auf einigen Kongressen großer Beliebtheit erfreut: dem Elevator-Pitch. 20 Start-ups konnten sich darum bewerben, ihre Innovationen auf der Bühne live den anwesenden Investoren, potenziellen Geschäftspartnern und Kunden zu präsentieren. Die Start-up-Competition gipfelt in vier Halbfinal-Pitches (Mittwoch, 10.50 Uhr und 13.30 Uhr) und dem großen Finale, das dann am Donnerstag um 11.15 Uhr in der Debate Hall ausgetragen wird. Überzeugt werden muss die Jury, die aus Sophie Blum (Procter & Gamble), Florian Heinemann (Project A), Terence Kawaja (Luma Partners), Bessie Lee (Withinlink) und Christoph Schuh (Lake Star) besteht. Das kann sich lohnen, denn dem Sieger des "dmexco and Procter & Gamble Start-up Hatch" winkt eine Finanzspritze von 20.000 Euro.

Finanzierung vor allem aus Eigenkapital

Das Geld können die innovativen Firmen bestens gebrauchen. Eine kürzliche erhobene Studie zeigt, wie sich Start-ups finanzieren: eher konservativ und auf Pump im Bekanntenkreis. Vor allem Eigenkapital spielt bei der Verwirklichung innovativer Geschäftsideen eine führende Rolle (84 Prozent), gefolgt von staatlichen Fördermitteln (36 Prozent) und dem Geld von Freunden und Familie (30 Prozent).




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