Erfolg mit Onlinewerbung 03.08.2010, 08:56 Uhr

Tomorrow-Focus-Chef hält Klicks für überbewertet

Der Erfolg von Onlinewerbung wird unzureichend gemessen, kritisiert der Chef des Onlinevermarkters Tomorrow Focus, Stefan Winners. "Viele schauen nur auf Klicks, obwohl nur ein ganz kleiner Teil der Nutzer überhaupt klickt".
Onlinewerbung
Im Gespräch mit der onlinewerbung-tomorrow-focus-zweifelt-an-klick-kultur/50151864.html:FTD zweifelt Winners an der "Währung", die für bestimmte Werbeformen im Internet gilt. Klassische Bannerwerbung auf großen Onlineportalen wird üblicherweise danach bemessen, wie viele Nutzer sie gesehen haben. Maßstab sind hier also die Zugriffe auf die Internetseite. Eine wachsende Zahl von Werbekunden knüpft die Bezahlung ihrer Anzeigen aber an direkte Reaktionen der Nutzer, also etwa Klicks auf ein Banner - sogenanntes Direct-Response-Marketing.
Tatsächlich klickt allerdings nur ein kleiner Bruchteil der Onlinenutzer auf Werbebanner, zeigen Studien. "Unser aller Versäumnis ist, dass wir unterschätzt haben, die Werbewirkung den Werbekunden richtig transparent zu machen", meint Winners. "Man muss den Abverkauf oder die Steigerung von Imagewerten messen, nachdem man eine Bannerkampagne geschaltet hat."
Und weiter: "Werbepreise wie vor der Krise werden wir nicht erreichen. Wir brauchen größere Formate, um mehr Abverkaufswirkung zu erzielen. Die Nutzer müssten sich an höhere Werbeanteile gewöhnen. Die Alternative ist: Wir schalten defizitäre werbefinanzierte Angebote ab. Der Leidensdruck ist hoch".
Erst vor vier Tagen hatte Tomorrow Focus gute Zahlen für das erste Halbjahr vorgelegt und einen Rekordumsatz verkündet. Auch beim Gewinn legte die Aktiengesellschaft zu.



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