Werbemittel-Sichtbarkeit 03.03.2014, 09:00 Uhr

Integral Ad Science öffnet deutsches Büro

Werbungtreibende wollen wissen, in welchen Umfeldern ihre Anzeigen gezeigt werden und ob sie sichtbar sind. Integral Ad Science hat eine Plattform entwickelt, die diese Frage beantworten soll.
(Quelle: Fotolia.com/iQoncept )
Das US-Unternehmen Integral Ad Science hat in Berlin ein Büro eröffnet. Managing Director der deutschen Niederlassung ist Olaf Mahr. Integral Ad Science bietet eine Technologie an, mit der Agenturen und Werbungtreibende die Sichtbarkeit von Werbemitteln prüfen können und die Umfelder für ihre Kampagnen bestimmen können. Das Unternehmen bezeichnet sich als Medien-Bewertungs-Plattform.
Crawler des Technologieunternehmens überprüfen laufend Webseiten mit Werbeplätzen und bewerten die Qualität einzelner Anzeigenplatzierungen anhand von verschiedenen Parametern. Analysiert werden die Markensicherheit (Brand Safety), Seiteninhalt und -struktur, die Sichtbarkeit von Werbemitteln, der Sichtbarkeitsanteil, Anzeigen-Häufungen und verdächtige Aktivitäten. Daraus erstellt Integral Ad Science einen "True Advertising Quality Score" (TRAQ). Dieser Index reicht von 0 bis 1.000 und soll einen Anhaltspunkt für die Qualität des Webseiten-Portfolios von Vermarktern bieten. 1.000 ist der höchste Wert, der Durchschnitt liegt zwischen 800 und 850 Indexpunkten, sagt Mahr.
"Das Content-Rating-System von Integral ist die einzige Lösung weltweit, die anhand unternehmenseigener Datenanalysen und Algorithmen einen Messwert für jede einzelne Datenplatzierung definiert", erklärt Mahr. Mit diesem Wert der Medienqualität sollen Agenturen und Werbungtreibende Kampagnen besser planen und bewerten können.
Mit der Qualität einer Werbeplatzierung befasst sich auch die AGOF. Sie entwickelt eine Berechnungsformel für ein neues Leistungsmerkmal: den "O-Wert". Er steht für die Werbewahrnehmungschance ("Opportunity of Ad Reception"). Die Agof betrachtet dafür sechs messbare Eigenschaften von Werbemitteln, die Einfluss auf die Wahrnehmung haben können: Größe, Platzierung, Werbedichte, Erweiterung, Bewegtbild, Sichtbarkeit.
Integral Ad Science wendet sich nicht nur an die Einkäuferseite von Werbeplatzierungen, sondern auch an Vermarkter und Publisher, die die Qualität ihrer Werbeplatzierungen belegen wollen. Abgerechnet wird volumenbasiert auf TKP-Basis. Die Technologie kann mit jedem Ad Server eingesetzt werden, erklärt Mahr.

Das US-Unternehmen ist fünf Jahre alt und hat im Januar 2014 eine Finanzierung in Höhe von 30 Millionen US-Dollar erhalten. Damit soll die Internationalisierung fortgesetzt werden. Für 2014 ist die Eröffnung weiterer Standorte geplant, zum Beispiel in Singapur. Im Februar hatte Integral Ad Science den britischen Spezialisten für mobile Ad Serving und Analyse, Simplytics, übernommen. Nun kann Integral Ad Science auch für In-App-Werbung und für mobile Werbekampagnen Überprüfungen der Werbeplatzierung durchführen.



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