"Facebook wird in Deutschland verkannt"

Eine größere Reichweite als der Tatort

Mobile Anzeigen werden häufiger geklickt als die der Desktop-Variante. Eine Theorie dazu ist, dass viele Nutzer das Werbemittel unabsichtlich öffnen.
Martin Ott: Die mobilen User interagieren anders. Das liegt daran, dass auf dem Smartphone der Newsfeed im Zentrum steht – auch PC-Nutzer klicken im Newsfeed-Bereich mehr auf Anzeigen als auf dem rechten Seitenbereich. Dennoch ist Mobile im Medienmix unterrepräsentiert.
Wie wollen Sie das ändern?
Ott: Facebook eignet sich als Reichweitenbringer, für Performance- und für Brandingkampagnen. Derzeit arbeiten wird mit Agenturen und Kunden zusammen, um das zu beweisen. Nestlé hat über eine Kampagne bei uns eine Gruppe von zwei Millionen Menschen erreicht, die so auf keinem anderen Kanal zu finden sind. Mit acht Prozent seines Kampagnenbudgets hat das Unternehmen 19 Prozent des Umsatzes erzielt. Die Zahlen sprechen für sich.
In den USA hat Facebook vergangene Woche ein Targeting eingeführt, das auf die Daten externer Anbieter zurückgreift. Gibt es das auch für deutsche Werbekunden?
Ott: Diese Möglichkeit wird bisher insbesondere in den USA genutzt. Dort kann ein Autohändler seine Kunden auch auf Facebook kontaktieren, um ihnen zum Beispiel ein Jahr nach dem Kauf eine Inspektion zu empfehlen - vorausgesetzt, diese haben der Verwendung ihrer Daten zugestimmt. Doch auch ohne diese externen Daten können Werbekunden ihre Zielgruppen finden und exakt bestimmen. Facebook wird als Werbeplattform in Deutschland noch immer verkannt.
Wieso?
Ott: Viele Unternehmen sehen uns noch immer nur als Social Media, aber nicht als die Plattform, über die sie jeden Tag 14 Millionen Menschen erreichen können – das ist eine größere Reichweite, als sie der Tatort bietet.



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