Facebooks Nordeuropa-Chef Martin Ott über mobiles Marketing 25.04.2013, 11:45 Uhr

"Facebook wird in Deutschland verkannt"

Welche Werbemöglichkeiten wird es auf Facebooks neuer App Home geben? Werden mobile Anzeigen besonders häufig geklickt? Und wie unterscheidet sich die Desktop- von der Smartphone-Nutzung? Über diese Themen hat INTERNET WORLD Business mit Martin Ott gesprochen. Er verantwortet seit August 2012 als Managing Director Northern Europe die Geschäfte in Deutschland, Österreich, der Schweiz und Skandinavien.
Facebooks Nordeuropa-Chef Martin Ott
Wirbt für Facebook als Reichweitenbringer: Ott
In welche Richtung entwickelt sich Facebook?
Martin Ott: Richtung Mobile. Wir haben weltweit eine Milliarde aktive monatliche Nutzer, 680 Millionen besuchen uns von ihrem Handy aus. In Europa und Deutschland ist das Verhältnis ähnlich: Zwei Drittel unserer Nutzer besuchen uns von unterwegs. In den USA verbringen die Internetnutzer jede fünfte Minute auf Facebook, bei den mobilen Surfern ist es sogar jede vierte.
Weil die Leute unterwegs die Zeit totschlagen, während sie warten?
Ott: Genau. Die Websuche ist toll, wenn ich etwas Bestimmtes wissen will. Mit dem Smartphone will ich hingegen mitbekommen, was gerade passiert. Und das erfahre ich auf Facebook.
Die neue Anwendung Facebook Home ist mit großem Aufwand präsentiert worden, wird in den USA sogar im Fernsehen beworben, läuft aber bislang nur auf fünf Geräten. Wann wird sich das ändern?
Ott: Es ist nur ein Anfang. Wir wollten die beste Nutzererfahrung garantieren und haben uns gefragt, welche Geräte schon so weit sind, dass sie das optimale Nutzererlebnis ermöglichen. Bisher waren das nur wenige. Aber für viele Smartphones, die in nächster Zeit auf den Markt kommen, wird Home verfügbar sein.
Die erste Version von Home ist werbefrei. Das muss Ihnen als Marketer doch in der Seele wehtun...
Ott: Es tut mir nicht in der Seele weh, auch weil ich weiß, dass wir daran arbeiten, wie Anzeigen in die Anwendung integriert werden können.
Dann bekommen Werbekunden mit Home die Chance, auf den Startbildschirm der Handys zu kommen und damit das Erste zu sein, was der Nutzer nach dem Einschalten des Geräts sieht?
Ott: Die Details stehen noch nicht fest. Wir müssen noch herausfinden, welche Anzeigen sowohl vom Format her passen als auch relevant sind.



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