Das erwarten die 4 Generationen vom digitalen Marketing

Millennials und Generation Z

3. Millennials: Die "Social Media"-Generation

  • Jahrgang 1984 bis 2000
  • Millennials schätzen ihre Individualität aber legen hohen Wert auf Gemeinschaft. Sie teilen als "Social Media"-Generation gern ihre Erlebnisse mit anderen, vor allem besondere Storys. Sie nutzen Smartphones, um über Messaging-Dienste und Plattformen wie Twitter und Instagram in Echtzeit verbunden zu bleiben. Kurios: Rund 25 Prozent nutzt ihr Smartphone nicht zum Telefonieren (The Guardian).
  • Millennials suchen ihr Glück weniger im Konsum von Produkten - im Gegensatz zu Baby Boomern - und 54 Prozent nutzen Sharing-Economy-Dienste wie Uber, Airbnb und Lyft (Fortune Magazine). Anstatt für Besitz geben Millennials ihr Geld für Erfahrungen und Reisen aus. Ihre Vorlieben teilen sie gern mit Marketern, die ihnen im Gegenzug personalisierte Angebote - gern auch in Echtzeit per PUSH-Nachricht - zukommen lassen.
  • Was sie wollen: Als Individuen angesprochen werden, besondere Erfahrungen und Produkte mit speziellen Storys
  • Große Abneigung: Telefonmarketing (überhaupt, wer telefoniert heute noch?), unspezifische Rabattcoupons und austauschbare Billigprodukte.
  • Bevorzugte Medien: Twitter, Instagram, TV mit gleichzeitig zweitem Bildschirm, Facebook, WhatsApp und Messenger
  • Marketing-Geheimtipp: Millennials sind chronische Multi-Tasker und arbeiten oft parallel über verschiedene Kanäle an einem Ziel, etwa dem Buchen einer Reise. Hier können Marketer mit Micro-Moments und flexiblen Customer Journeys punkten.

4. Generation Z: Zwischen Realität und Virtualität

  • Jahrgang ab 2001 bis heute
  • Zwar gibt Generation Z immer noch Rätsel auf - auch weil sie gern anonym über Apps wie Whisper kommuniziert - doch fest steht: Diese jungen Kunden sind die bisher multikulturellste und liberalste Generation. Sie legt wert auf authentische Kommunikation und schätzt Unternehmen, die ihnen die Wahrheit erzählen und für einen guten Zweck stehen. Und sie ist extrem technikbegeistert und offen für Trends wie Virtual Reality und alternative Einkaufsmodelle.

  • Aber mit Generation Z ist nicht leicht Schritt zu halten: Von Markentreue hält sie wenig - rund 81 Prozent wechseln die Marke zuliebe hochwertiger Produkte (Interaktions Marketing). Sie bewegt sich schnell zwischen Moderichtungen und kulturellen Strömungen. Sie kauft anderswo, wenn sie bessere Preise oder Qualität bekommt. Und ihre Aufmerksamkeitsspanne ist extrem kurz - 84 Prozent schauen fern und nutzen gleichzeitig vernetzte Geräte (Nielsen) - also braucht sie kontextrelevanten Content im Hier und Jetzt, der sie auf Anhieb begeistert.

  • Was sie wollen: Relevante Marketingbotschaften, die sich in ihren Alltag integrieren - online und offline - sowie spielerischen Einsatz von Technik mit "Wow-Faktor"

  • Große Abneigung: Unaufrichtige Unternehmen und vorgetäuschte Ehrlichkeit, langfristige Bindungen oder Festlegen auf eine Sache

  • Bevorzugte Medien: Snapchat, Whisper, YouTube, Tumblr, Kik

  • Marketing-Geheimtipp: Keine Generation belohnt Innovation wie die "GenZ". Das beweist die Resonanz auf Marketing innerhalb von Apps wie Pokémon Go, in der Starbucks seine Fans über spezielle Pokémon-Getränke in seinen Filialen informierte.



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