Markenkommunikation 12.03.2015, 07:45 Uhr

Daten gegen personalisierte Angebote

Der Schutz persönlicher Daten ist ein brisantes Thema, nicht zuletzt seit den Enthüllungen von Edward Snowden. Dennoch sind offenbar immer mehr Konsumenten bereit, Informationen mit Marken zu teilen.
(Quelle: Fotolia.com/S Artur Martiniec )
Werbung nervt vor allem dann, wenn sie nicht zu den persönlichen Interessen und Bedürfnissen passt. Um personalisierte Angebote zu erhalten, sind Konsumenten offenbar zunehmend bereit, private Informationen mit Marken zu teilen. Zu diesem Ergebnis kommt die aktuelle Studie "Die Gratwanderung zwischen Personalisierung und Datenschutz" von Teradata und Celebrus.
Demnach stehen 63 Prozent der Konsumenten aller Altersgruppen personalisierten Angeboten grundsätzlich positiv gegenüber. Mehr als die Hälfte, nämlich 57 Prozent, sind sogar bereit, dafür Informationen wie ihre Kleidergröße oder ihren Lieblingsurlaub preiszugeben. Jüngere Nutzer sind erwartungsgemäß eher bereit, ihr Privatleben mit Firmen zu teilen. So betrachten 79 Prozent der Befragten zwischen 18 und 24 Jahren personalisierte Markenkommunikation als hilfreich für ihre Kaufentscheidung. Bei den 55- bis 64-Jährigen sind nur 52 Prozent dieser Meinung.
"Die Studie beweist, dass Konsumenten eher mit einer Marke interagieren, die personalisierte Kommunikation gut zu nutzen weiß", meint  Ruth Gordon, Director Digital Marketing, Teradata International. "Personalisierung führt zu positiveren Erfahrungen, die wiederum zukünftige Kaufentscheidungen oder Empfehlungen positiv beeinflussen".

Unterschiede zwischen deutschen und britischen Verbrauchern

Unterschiede zeigen sich auch zwischen deutschen und britischen Konsumenten. So geben 44 Prozent der britischen Studienteilnehmer etwa an, nach einer positiven Erfahrung wieder auf die entsprechende Marke zurückzugreifen, bei den Befragten aus Deutschland trifft das nur auf 28 Prozent zu. Auch beim Datenschutz unterscheiden sich die Auffassungen: Während 60 Prozent der britischen Konsumenten bereit sind, ihre Daten über ihr Nutzungsverhalten auf einer Unternehmenswebsite mitzuteilen, trifft dies nur auf 37 der deutschen Verbraucher zu. 29 Prozent der Befragten geben außerdem an, jeden Tag die Cookies in ihrem Browser zu löschen.
Für die Studie hat Redshift Research im Auftrag von Teradata und Celebrus Technologies im November 2014 insgesamt 2.000 Erwachsene in Deutschland und Großbritannien zu ihren Einstellungen bezüglich Personalisierung und Datenschutz befragt. Die Interviews wurden per Online-Umfrage durchgeführt, dabei wurden Quoten definiert, um sicherzustellen, dass die Gesamtbevölkerung im Alter von über 18 Jahren repräsentativ vertreten war.
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