Spielwarenhersteller 02.07.2014, 16:04 Uhr

Stark mit Inhalten, schwach beim Verbreiten

Die Inhalte sind gut, an der Verbreitung muss noch gearbeitet werden. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie von SoQuero, die die Content-Marketing-Kompetenz von Spielwarenherstellern untersucht hat.
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(Quelle: shutterstock.com/Iakov Filimonov )
Die gute Nachricht zuerst: In Sachen Kreation sind die meisten Spielwarenhersteller sehr gut aufgestellt. SoQuero hat 20 der bekanntesten Spielwarenhersteller bezüglich ihrer Content-Erstellung untersucht und zieht ein durchaus positives Fazit: Mehr als die Hälfte der betrachteten Unternehmen schneidet in diesem Bereich gut ab. Kreative Inhalte, die einen echten Mehrwert in Form von Unterhaltung, Bildung oder Service bieten, sprechen sowohl Kinder als auch Eltern an. Auch einen Social-Mehrwert in Form einer Community können relativ viele der Hersteller bieten.
In Sachen Content-Distribution bringt die Studie allerdings Schwächen ans Licht: Zwar werden insbesondere Facebook (65 Prozent) und YouTube (40 Prozent) häufig und aktiv genutzt, aber gerade dem  Kanal Suchmaschine, über den schließlich fast jede Customer Journey führt, wird sehr wenig Aufmerksamkeit geschenkt. Lediglich der Content-Verbreitung von Lego wurde ein "sehr gut" bescheinigt.
Nicht einmal die Hälfte der untersuchten Unternehmen betreibt Suchmaschinen-Marketing, etwa in Form von Google Adwords. Auch die SEO-Sichtbarkeit birgt noch deutlich Luft nach oben. Insbesondere die Optimierung von generischen Keywords und Longtail Keywords (Kombination aus mehreren Keywords) bietet der Analyse zufolge noch Verbesserungspotenzial.
Am besten schnitten in der Studie hinsichtlich Content Kreation und Content Distribution die Großen der Branche ab: Testsieger wurde im gewichteten Scoring lego.com (99 Prozent). Auf den weiteren Plätzen folgten ravensburger.de (90 Prozent), playmobil.de (79 Prozent), und schmidtspiele.de (74 Prozent). Insgesamt wurde acht der 20 untersuchten Spielwarenhersteller eine gute oder sehr gute Content-Marketing-Kompetenz bescheinigt.
"Spielwaren sind ein sehr emotionales Produkt und bieten dem Content Marketing sehr viele Möglichkeiten", so Tobias Jungcurt, Geschäftsführer von SoQuero. "Die Branche hat längst erkannt, dass sie diesen Vorteil mit kreativem Content nutzen und damit Kundenbindung, Image und letztendlich Verkaufszahlen steigern kann. Angesichts dessen ist es geradezu verwunderlich, dass dieser hervorragende Content nur unzureichend vermarktet wird. In SEA, SEO und Social Media ist der Kuchen noch nicht verteilt und es ergeben sich auch für kleinere Hersteller interessante Potenziale".
Wollen Marketer die so genannte Generation Y, also die heute 18- bis 36-Jährigen erreichen, sollten sie vor allem Social Media zur Content Distribution nutzen. Denn diese Zielgruppe sucht insbesondere dort nach Informationen.



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