Meine Top-Kampagne 15.02.2017, 08:01 Uhr

Schöner nörgelt keiner: Stromberg und Eurowings

In regelmäßigen Abständen bewerten und analysieren Experten aus der Digitalbranche exklusiv für uns aktuelle Werbekampagnen. Diese Woche kommentiert Rasmus Giese von United Internet Media.
Entspannt Urlaub machen? Nicht mit Christoph Maria Herbst. Das Wasser ist zu nass.
(Quelle: YouTube )
Das Jahr ist noch jung und die Temperaturen stellen Tag für Tag neue Negativrekorde auf: Es ist eindeutig zu kalt!
Wer will da nicht am liebsten einfach mal für ein paar Tage der Sonne entgegenreisen? Dachte sich auch Eurowings und startete im Januar eine breit aufgestellte Kampagne mit Christoph Maria Herbst.
Während zu Beginn Bilder von den schönsten Urlaubszielen Fernweh wecken, werden die Zuschauer nur wenige Sekunden später von den unerwarteten Aussagen des durch Herbst verkörperten Chef-Nörglers überrascht. Egal, wo er sich ­gerade aufhält: Er findet immer etwas, was zu idyllisch, zu bunt oder auch einfach zu "teppich" ist.
Und genau diese ­Kombination aus perfekten Bildern und dem dauerquengelnden Urlauber Jochen bewirkt den Widerspruch: denn eigentlich passt alles. Die Wahl des Testimonials ist ­Eurowings hierbei extrem gut geglückt. Neben seiner Bekannt- und Beliebtheit passt seine Paraderolle "Stromberg" auch perfekt zu Aussage und Charakter im Spot.
Rasmus Giese, CEO von United Internet Media
Quelle: UIM
Ganz nebenbei wird damit auch der ­typische Deutsche an sich und sein Hang zur Unzufriedenheit humorvoll aufs Korn genommen. Zudem erfindet man oft Ausreden, warum es jetzt gerade nicht möglich ist wegzufahren.
Diese Kampagne liefert genau die Antworten, die einen nicht überzeugen. Neben den amüsanten Spots in TV und Kino begegnen den potenziellen Kunden auch die ­ungewöhnlichen Display-Anzeigen am Computer. Perfekt, denn oft ist das ­Leben "zu Arbeit und zu Alltag". Und genau dann wird Eurowings #ThePlaneToBe.
Nicht zuletzt: Nachdem es keine neuen Folgen von Stromberg mehr gibt, habe ich mich sehr gefreut, Christoph Maria Herbst wieder in bester Nörgler-Manier zu sehen. Und so geht es bestimmt vielen.
Ob die Eröffnung der Elbphilharmonie im Digitalen erfolgreich inszeniert wurde, hat sich Benjamin Prause angeschaut.



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