Amazon Publisher Services 09.01.2018, 10:54 Uhr

Amazon startet "Transparent Ad Marketplace" für Header Bidding

Seit 2016 bietet Amazon eine eigene Header-Bidding-Lösung für Publisher an. Nun launcht das Unternehmen seinen "Transparent Ad Marketplace", mit dem sich alle Header-Bidding-Aktivitäten eines Angebots in einem Tool integrieren lassen.
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Das neue Angebot ermöglicht Publishern die Integration von Header-Bidding-Lösungen in einem einzigen Tool. Das soll Werbeumsätze erhöhen, Ladezeiten verbessern und Abläufe vereinfachen.
(Quelle: Amazon )
Amazon ist nicht nur Online-Händler und vertreibt als Marktplatz Waren, sondern richtet sich mit diversen Angeboten auch an Advertiser und Publisher. Für letztere gibt es die "Amazon Publisher Services" (APS), die im Dezember 2016 in den USA als eine Weiterentwicklung der Header-Bidding-Lösung gestartet sind. Diese wiederum bietet Amazon seit mehr als vier Jahren für Online, Mobile und Video an. Jetzt geht das Unternehmen einen Schritt weiter und launcht seinen "Transparent Ad Marketplace" (TAM) in Europa, konkret in Deutschland, UK, Frankreich, Italien und Spanien.
Mit Amazons Cloud-basierter, Server-seitiger Header-Bidding-Lösung können Publisher verschiedene Käuferseiten, auch AdNetworks und Agenturen, implementieren und gleichberechtigt auf einen Werbeplatz bieten lassen. Das höchste Gebot gewinnt und die Publisher haben volle Transparenz. Digitale Content-Anbieter und App-Entwickler sollen damit ihre Werbeumsätze erhöhen und schnellere Ladezeiten verzeichnen können. Ein Kunde der Amazon-Lösung ist beispielsweise Ströer Media Brands.

Das bietet der neue TAM

Der neue TAM ist nun eine Art "Integrationsstelle" aller Header-Bidding-Lösungen eines Publishers in einem einzigem Tool. Er reduziert alle Header-Bidding-Aktivitäten eines Content-Angebots auf einen einzigen Client-seitigen Aufruf - das Bieterverfahren und die Auswahl der Werbung finden dann in der Cloud statt.
Publisher müssen TAM einmal integrieren und können in der Folge zusätzlich SSPs freischalten, ohne Änderungen an ihrem Adserver oder Content-Angebot vorzunehmen. Mit weniger Aufwand sollen also mehr SSPs integriert werden können, die auf Werbeplätze bieten.
"Als wir vor einigen Jahren begonnen haben, Header Bidding anzubieten, haben wir schnell gesehen, dass Publisher, Werbetreibende und Kunden davon profitieren, wenn wir Anzeigenaufrufe in die Cloud verlagern und Publishern volle Transparenz geben, wer wann darauf bietet und warum", sagt Matt Battles, Vice President, Advertising Technology bei Amazon. "Wir haben Amazon Publisher Services und unseren Transparent Ad Marketplace rund um die Prinzipien Transparenz, Einfachheit und bessere User Experience gebaut - und das bleibt unser Fokus auch für den Start in Europa."
Der "Transparent Ad Marketplace" im Überblick:
  • Neutraler Marktplatz: Publisher können mehrere Bieter (Demand Sources) über TAM einbinden, einschließlich Amazon. Alle angeschlossenen Demand Sources bieten gleichberechtigt auf jede Impression in einer First-Price-Auction, bei der das höchste Gebot gewinnt.

  • Transparenz: Publisher und SSPs können auf Berichte auf Auktionsebene zugreifen und sicherstellen, dass sie die höchstmöglichen Preise für ihr Inventar erzielen. Berichte umfassen Umsätze, eTKP, Bid Rate, Win Rate und Timeout Rate, für jede angeschlossene SSP.

  • Verzögerung: Nutzer von Inhalten und Apps sollen von schnellen Ladezeiten profitieren, weil alle Header-Bidding-Aktivitäten auf einen einzigen Aufruf reduziert werden - anstelle von in vielen Fällen zehn oder mehr Aufrufen heute.

  • Integration: Publisher benötigen eine einmalige Integration von Amazon Publisher Services. Sobald dies geschehen ist, können sie weitere SSPs innerhalb eines Tages aktivieren - ohne zusätzlichen operativen Aufwand oder Programmierarbeit. Publisher können SSPs auch wieder deaktivieren auf dem APS-Portal.

  • Nachfrage: Publisher können über ihre existierende Amazon-Anbindung kontinuierlich neue SSPs anschließen und damit laut Amazon ohne Zusatzkosten neue Nachfrage nach ihren Werbeplatzierungen erzeugen.

  • Gebühren: Amazon Publisher Services berechnet keinen Umsatzanteil oder monatliche Kosten. SSPs bezahlen 0,01 Euro CPM für ausgelieferte Impressions.



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