Android-App 31.07.2017, 16:34 Uhr

Google integriert Adblocker in Chrome

Google liefert die Entwickler-Variante seines Chrome-Browsers für Android ab sofort mit einem integrierten Werbeblocker aus. Das Feature sperrt automatisch alle "aufdringlichen" Werbeelemente.
(Quelle: shutterstock.com/Kashin)
Bereits Anfang Juni hatte Google angekündigt, seinen Chrome-Browser künftig mit einem fest integrierten Werbeblocker auszustatten. Jetzt ist das Feature bereits in der Entwickler-Version des Browsers "Chrome Dev" für Android verfügbar. Bis Anfang 2018 soll der Werbeblocker dann für sämtliche Versionen und Betriebssystem-Varianten von Chrome ausgerollt werden.
Die Entwickler-Variante von Google Chrome unter Android kommt jetzt standardmäßig mit einem Adblocker.
Im Gegensatz zu herkömmlichen Werbeblockern hat es die Google-Lösung nicht pauschal auf Online-Werbung abgesehen: Die Funktion blockt lediglich "aufdringliche" Werbeelemente, die nicht den Vorgaben der "Coalition for Better Ads" entsprechen. Zu diesen zählen etwa Anzeigen mit automatisch startendem Ton und Video.
Der Werbeblocker in der mobilen Chrome-App ist standardmäßig aktiviert. Auf Wunsch lässt sich die Funktion aber über die "Website-Einstellungen" unter dem Menüpunkt "Werbung" ausschalten.

Coalition for Better Ads

Google hatte sich im vergangenen Herbst mit anderen Größen der digitalen Werbewelt zusammengeschlossen und die Vereinigung "Coalition for Better Ads" gegründet. Mit dabei sind beispielsweise Vermarkter wie Facebook, Adtech-Dienstleister wie Appnexus, Branchenverbände wie der BVDW und die World Federation of Advertisers, Werbungtreibende wie Procter & Gamble und Unilever sowie Mediaagenturen wie GroupM oder die Omnicom Media Group.
Das selbsternannte Ziel der Vereinigung ist die Förderung von besseren Werbeformaten, die den selbst ausgearbeiteten Standards entsprechen. Bereits 18 gängige Anzeigenformate hat die Coalition for Better Ads als störend definiert. Diese Anzeigen werden in Chrome dank des integrierten Adblockers nicht mehr ausgespielt.

Zur "Coalition for better ads" gehören Google, Facebook, AppNexus oder die Verbände BVDW und IAB. Sie wollen bessere Online-Werbung schaffen und haben dafür untersucht, welche Desktop- und Mobile-Werbeformate beim Nutzer nicht gut ankommen.

Auch Mozilla und Opera setzen auf Werbeblocker

Google ist nicht der erste große Anbieter, der standardmäßig einen Adblocker in seinem Browser integriert. Bereits im vergangenen Jahr hatte Opera ein solches Feature für die Mobile- sowie die Desktop-Variante seines Browsers ausgerollt. Und auch die Open-Source-Schmiede Mozilla hat mit Firefox Klar einen mobilen Webbrowser mit Adblocker im Programm.



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