Datenleck 25.04.2018, 11:08 Uhr

Deftige Strafnachzahlung für Yahoo

Die Versäumnisse bei der Kommunikation der Datenlecks im Jahr 2014 kommen Yahoo teuer zu stehen. Nachfolgeunternehmen Altaba darf jetzt 35 Millionen US-Dollar Strafe zahlen.
(Quelle: shutterstock.com/Katherine Welles)
Für die Datenlecks von 2014 bezahlt Yahoo doppelt. Nicht nur, dass bereits der Kaufpreis von Yahoo bei der Übernahme durch Verizon heftig gedrückt worden war, nachdem der Datenklau erst zwei Jahre später bekannt geworden war, nun belegt die US-amerikanische Börsenaufsichtsbehörde SEC das Unternehmen mit einer Strafe in Millionenhöhe. Zur Kasse wird nun allerdings die Nachfolgegesellschaft gebeten: Altaba, das die Reste der ursprünglichen Yahoo-Organisation übernommen hat, zahlt 35 Millionen US-Dollar, so The Verge.

Grund für die Geldstrafe

Der Grund für die Geldstrafe sind übrigens nicht die fehlenden Sicherheitsvorkehrungen oder die Vertuschung des Datenlecks als solche. Tatsächlich geht es der SEC um die fehlende Kommunikation des Datenklaus an die Yahoo-Investoren. "An der Börse gehandelte Unternehmen sollten Kontrollfunktionen und Prozesse eingerichtet haben, mittels derer Cyberangriffe korrekt bewertet und die entsprechenden Informationen an die Investoren weitergegeben werden", so Jina Choi, Direktorin der SEC-Vertretung in San Francisco in einem Statement.
Wer genau hinter dem Datenangriff steckt, ist bis heute ungeklärt. Die US-Behörden halten russische Hacker für die Drahtzieher. Daneben hatte sich Ende 2017 aber auch ein kanadischer Hacker als schuldig bekannt.



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