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15.04.2019, 08:03 Uhr

Wie es Bosch schafft, so gar nicht "boschig" zu werben

In regelmäßigen Abständen bewerten und analysieren Experten aus der Digitalbranche exklusiv für uns aktuelle Werbekampagnen. Diese Woche kommentiert Wolfgang Bscheid, Geschäftsführer der Agentur Mediascale.
Der Clip feierte Premiere auf der CES.
(Quelle: Bosch )
Von Wolfgang Bscheid, Geschäftsführer der Agentur Mediascale
Dieser Clip ist so gar nicht "boschig". Das soll keine Kritik sein, im Gegenteil. Was Bosch und seine Agentur anlässlich der CES in Las Vegas auf den Schirm brachten, wirkt smart, clever und cool - und so gar nicht kalt, funktional und ingenieurs­getrieben, wie man es sonst von dem deutschen Traditionsunternehmen kennt.
Wenn das Zuhause und das Leben vieler Menschen durch das Internet of Things - kurz IoT - smart wird, warum nicht auch die Werbung dafür? Das dachte sich wohl auch Bosch und hält in dem knapp 90-sekündigen Werbeclip ein erfrischendes Plädoyer für mehr IoT im Alltag.

Like a boss - like a Bosch

Zum Beat des Songs "Like a boss" aus der US-Comedy-Show "Saturday Night Live" rappt ein leicht nerdig, irgendwie schräg wirkender junger Mann mit Hipster-Schnauzer, wie ein Tag in seinem vernetzten Smart Home ausschaut. Aus dem im Jugendjargon häufig verwendeten Ausdruck "like a boss" wurde dabei kurzerhand "Like a Bosch".
Der Wecker klingelt und die Fensterrollläden gehen automatisch hoch. Per Smartphone bedient unser Protagonist die Kaffeemaschine. Alltägliche Aufgaben wie Rasenmähen und Staubsaugen bewäl­tigen Roboter. Die Temperatur im Haus regeln oder das Auto ein- und ausparken? Im Supermarkt stehen und nicht wissen, was noch im Kühlschrank ist? Kein Pro­blem, schließlich gibt es ja die Bosch Cool-Cam und das Smartphone. Dank der vernetzten Produkte von Bosch werden solche Aufgaben mit Leichtigkeit via App erledigt - like a Bosch eben.
Dass die Kampagne beim Verbraucher ankommt, lassen die Views-Zahlen auf Youtube vermuten. Seit dem 7. Januar läuft die Werbekampagne, die erstmals auf der CES in Las Vegas Premiere feierte. Seitdem wurde der Clip, der ausschließlich auf Online-Kanälen läuft, bereits über 22,5 Millionen Mal angeklickt (Stand: März 2019). Negative Kommentare sind dabei kaum zu finden.



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