Neue Chefs, neue Werbeplätze, neue Player: Social Media in Bewegung

WhatsApp: Werbung zwischen den Stories

Auch WhatsApp, das mit Abstand meistgenutzte Social Network in Deutschland, will nicht länger warten. Am 1. Februar lief eine Vereinbarung mit den Gründern aus, die dem Messenger-Dienst bis zu diesem Zeitpunkt die Werbefreiheit sicherte. Noch ist unklar, wann Unternehmen die ersten Ads buchen können und wie diese aussehen werden. Einiges deutet aber darauf hin, dass die Ads nicht in den Chat-Blasen auftauchen werden, wohl aber zwischen den Stories der User.
Auch das Bildernetzwerk Pinterest will hierzulande in das Anzeigengeschäft einsteigen. Im April tritt dort Philip Missler an, der bisherige Vermarktungschef von Amazon in Deutschland. Er soll in der DACH-Region für Pinterest ein Sales-Team aufbauen und zusammen mit Markenartiklern an Konzepten arbeiten, die deren Umsätze steigern. Er freue sich, ­einem Unternehmen beizutreten, das er lange bewundert habe, wird Missler von W&V zitiert. Jetzt wolle er das Anzeigenprogramm von Pinterest auf den deutschsprachigen Raum ausweiten.

Facebook: Ausbau des Werbegeschäfts

Tiktok, WhatsApp, Pinterest: Es ist zu erwarten, dass in den nächsten Monaten weitere Teile der Werbeetats auf soziale Netzwerke umgeschichtet werden, allein deswegen, weil die Kunden dort auf Möglichkeiten zugreifen können, die sie vorher nicht hatten. Auch Snapchat verstärkt ­unter der Regie von Marianne Bullwinkel seine Anstrengungen, Werbekunden zu gewinnen - zuletzt mit einer Studie zum Automarkt. Diese ergab, dass vor allem in den Familien viel über den Kauf eines Neuwagens debattiert wird, in denen Teenager leben, die Snapchat nutzen. Es werde Zeit, so Bullwinkel, die Generation Z und damit auch die Snapchat-Nutzer ernst zu nehmen.
Und Facebook? Wie reagiert das Netzwerk, das weltweit immerhin 48 Milliarden Euro mit Werbung umsetzt, auf die jüngsten Entwicklungen? Mit einer Personalie. Seit wenigen Tagen hat das Netzwerk endlich wieder einen Deutschland-Chef. Es ist Tino Krause, bis vor Kurzem Chef der größten deutsche Media-Agentur Mediacom. Sein Job: Das Geschäft mit den Werbekunden ausbauen.



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