Anzeigenarchiv 19.09.2018, 10:43 Uhr

Facebook klassifiziert Nachrichten-Publisher für sein Ad Archive

Das umstrittene Anzeigenarchiv bei Facebook nimmt Form an. Das Unternehmen kündigt jetzt ein neues System an, mit dessen Hilfe entschieden wird, wie einzelne Publisher im Archiv verzeichnet werden sollen.
(Quelle: Facebook.com)
Bei Facebooks Anzeigenarchiv geht es um mehr Transparenz was politische Werbung angeht. Bei Herausgebern von Nachrichten war das Ad Archive bisher auf Ablehnung gestoßen: Die Publisher fürchteten, ihre Nachrichtenbeiträge fälschlich als politische Werbung im Archiv wiederzufinden. Facebook reagierte mit einem separaten Archivbereich für Nachrichten-Publisher. Um dort verzeichnet zu werden, hat sich Facebook nun Aufnahmekriterien für Nachrichtenherausgeber ausgedacht.
Um als Nachrichtenverlag eingestuft zu werden, müssen die Publisher sicherstellen, dass sie Falschnachrichten vermeiden. Andere Kriterien sind das beispielsweise der Fokus auf Berichterstattung über aktuelle Ereignisse, die Bereitstellung von Quellen und die Vermeidung von nutzergenerierten oder aggregierten Inhalten. Die Publisher müssen also vor allem Nachrichteninhalte veröffentlichen, die sich klar von Werbung unterscheiden.

Start mit englischsprachigen Seiten

Das neue System zur Klassifizierung von Nachrichtenseiten soll nun schrittweise eingeführt werden und startet zunächst mit englischsprachigen Seiten. In Zukunft will Facebook auch Nachrichtenorganisationen, Akademiker und Industriegruppen einbeziehen, um den Registrierungsprozess so reibungslos wie möglich zu gestalten und zu ermitteln, wie der so erstellte Index überhaupt nutzbar ist, so das Unternehmen in einem Blogbeitrag.
Das Ad Archive gibt es seit Mai 2018. Es verzeichnet die politischen Anzeigen und enthält Informationen zu Kampagnenbudget und -laufzeit, aber auch Daten zur Kampagnenauslieferung wie Zahl der erreichten Nutzer, deren Alter, Geschlecht und Wohnort.



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