Das sind die wichtigsten SEO-News des Monats

Wer spricht hier eigentlich mit Alexa?

Endlich ist auch in unserer latent über-euphorischen Branche der nervöse Hype um die Möglichkeiten und Segnungen der Sprachsuche einem nüchternen Realismus gewichen. An dieser Stelle haben wir in der Vergangenheit des Öfteren darauf hingewiesen, dass es sich bei Voice Search lediglich um eine Erweiterung der Mensch-Maschine-Schnittstelle für Suchsysteme handelt.
Die inhaltlichen Auswirkungen in Bezug auf neue Formen der Interaktion würden aber die hohen Erwartungen wahrscheinlich nicht erfüllen können. Wie nun berichtet, war die Experteneinschätzung, dass im Jahr 2020 rund 50 Prozent aller Suchanfragen per Voice vermittelt werden, lediglich eine Fehlinterpretation von Daten aus der Volksrepublik China.
 
Natürlich steigen auch unabhängig von diesem kleinen Marktforschungs-Fail die Nutzungszahlen für Voice Search an. Dies ist vor allem der weiterhin inflationären Markteinführung dialogfähiger Endgeräte geschuldet.
Die US-amerikanische Marketing-Agentur "Path" hat in einer globalen Umfrage untersucht, wie unterschiedliche Zielgruppen auf verschiedenen Plattformen die neue Technologie nutzen. Die Ergebnisse der Untersuchung sind durchaus vielschichtig: So gaben rund 70 Prozent der Teilnehmer an, die Sprachsuche wöchentlich zu nutzen. Ein Viertel nutzt die Technologie sogar bis zu dreimal am Tag. Aufgeteilt in Altersgruppen sticht hervor, dass sich insbesondere Nutzer am unteren (13 bis 18 Jahre) und oberen (65+ Jahre) Ende der Altersskala zu häufigem Spracheinsatz bekennen.
 
Mit Blick auf die verwendeten Systeme sticht die Erkenntnis heraus, dass die älteste Nutzergruppe am häufigsten mit Amazons Sprachassistenten Alexa kommuniziert, nämlich rund 57 Prozent aller Befragten in dieser Gruppe. Auch in der jungen Zielgruppe zwischen 18 und 22 Jahren präferieren etwa 28 Prozent die Echo/Alexa-Familie des Technologieriesen aus Seattle.
Es zeigt sich, dass man im Anspruch, diese besonders solventen und technologie-affinen Gruppen zu erreichen, auf eine Kombination aus klassischem Voice SEO, mit strukturierten Daten und Produktdaten-Automatisierung sowie Amazon SEO setzen sollte. Eine Kombination, die am Agenturmarkt in Deutschland bislang noch nicht so häufig angeboten wird.



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