Serie, Teil 1 04.06.2018, 10:06 Uhr

Mobile SEO 2018: Keywords finden und einsetzen

SEO ist längst zum Standard im Marketing geworden und doch steckt der Teufel im Detail: Wer Suchmaschinen für sich nutzen will, muss seine Webseiten entsprechend optimieren.
(Quelle: shutterstock.com/fatmawati achmad zaenuri)
Von Claudia Baake, Unit Director Beratung Digital Marketing bei Rekordmarke
Millionen von Suchanfragen werden täglich allein über Google gestellt. Durch Suchmaschinenoptimierung, bekannt als SEO (Search Engine Optimiza­tion), kann eine Webseite dies für sich nutzen, Reichweite generieren und eine ­Marke in dem Moment präsentieren, in dem ein potenzieller Kunde nach genau diesen Angeboten oder Leistungen sucht.

Zielgruppen- und Wettbewerbsanalyse

Entscheidend für erfolgreiche SEO ist, dass Wettbewerb und Zielgruppen bestens bekannt sind. Detaillierte Zielgruppen- und Wettbewerbsanalysen sind daher das A und O. Nur wer seine Seitenbesucher kennt, kann deren Interessen auch begegnen und die angebotenen Produkte so präsentieren, dass sie Kunden überzeugen. Um hier einen ersten Überblick zu erlangen, sollten sich Webshop-Betreiber die besten organischen Suchergebnisse ansehen, die für ihre wichtigsten Keywords bei Suchanfragen angezeigt werden - gleichzeitig offenbart dies auch, was die Konkurrenz macht.
Dabei sollte jedes Angebot stets in seiner Gesamtheit betrachtet werden. Produkttexte für Rucksäcke kommen nicht ohne Größenangabe aus, bei Kosmetika müssen die Inhaltsstoffe benannt werden und Kleidungsstücke gibt es in der Regel in verschiedenen Farben und Größen. Um dies für die Produkte und die Zielgruppe der eigenen Website zu definieren, bietet sich eine Themen-Mindmap an. Sie beantwortet die wichtigsten Kundenfragen und ermittelt darüber treffende Keyword-Gruppen. Hier ist Kreativität gefragt, die schon bei der Beantwortung einfacher W-Fragen zum Produkt gehörig Input bekommt.

Keyword-Tools und der Wert von Suchbegriffen

Um Suchbegriffe, die bei der eigenen SEO genutzt werden sollen, ausfindig zu machen und zu prüfen, lassen sich verschiedene Keyword-Tools nutzen. Dabei kann zwischen einzelnen Suchbegriffen (Short-Tail- Keywords) und zusammenhängenden ­Anfragen (Long-Tail-Keywords) unterschieden werden. Long-Tail-Keywords werden zwar seltener gesucht, punkten dafür aber mit hoher Relevanz für den Werbungtreibenden. Ein Beispiel für Short- und Long-Tail-Keywords: Das Keyword "Rucksack" wird viele User liefern, diese haben ihren Bedarf jedoch nicht präzise formuliert. Die Erwartungen eines unschlüssigen Kunden zu erfüllen, ist deutlich schwerer, als jene zu begeistern, die beispiels­weise konkret nach einem "Rucksack mit Trinkblase" suchen. Top-Keywords bergen somit das Risiko, in User zu investieren, die letztlich keine Conversion erzielen.
Auch lohnt sich ein Blick auf jene Suchanfragen, die Ihrer Webseite bereits Impressionen oder Klicks einbringen. Lassen Sie diese Ergebnisse unbedingt in Ihre Analyse mit einfließen.
Im nächsten Schritt werden die Schlüsselbegriffe weiter ausgesiebt. Nur solche, die Angebot, Marke und Image treffend beschreiben, gelten als starke Keywords. Ein hohes Suchvolumen ist dabei weniger von Bedeutung. Diese Keywords bringen sicherlich viele Besucher auf die eigene Webseite, beeinflussen aber auch die Qualität des Traffics.

Nehmen Sie Ihre Website genau unter die SEO-Lupe

Beseitigen Sie als Nächstes die größten SEO-Baustellen Ihrer Seiten. Die Ladezeit einer Website spielt dabei eine wichtige Rolle und beeinflusst das Ranking im SEO. Googles Test auf Optimierung für Mobilgeräte kann hier helfen. Das Tool gibt für jede Webpräsenz an, wie gut diese hinsichtlich der Ladegeschwindigkeit aufgestellt ist, und weist zudem auch auf Fehler hin. Achten Sie dabei nicht nur auf die Desktop-Version Ihrer Seite. Die schnelle Verfügbarkeit von Internet-Seiten auf mobilen Endgeräten spielt nicht nur für User eine immer größere Rolle, Google rankt Seiten mittlerweile anhand der Mobilversion.
Haben Sie die Optimierungspotenziale erkannt, so ist es wichtig, diese in einer sinnvollen Reihenfolge - gemäß von SEO - zu bearbeiten. Die Behebung von Sicherheitsproblemen, die unter anderem über die Google Search Console angezeigt werden, steht dabei an erster Stelle. Anschließend geht es an die Bereiche und Themenfelder, mit denen Umsätze und Reichweite generiert werden. Controlling, Reporting und Nachsteuerung sind hier die Stichworte und sie finden sich daher auch im SEO wieder.



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