Internationale SEO-Präsenz: User gezielt zu Inhalten führen

Wo befinden sich die hang-Tags?

Die "hreflang"-Tags selbst werden im "<head>"-­Bereich des jeweiligen Seiten-Skripts platziert. Wichtig ist dabei vor allem eins: Sie müssen sich im Quelltext jeder einzelnen Seite befinden. Es gibt aber keine Option, diese Informationen für ganze Ordner zu hinterlegen, also mit nur einem Tag dafür zu sorgen, dass alle Seiten im Ordner /de-at/ für Nutzer aus Österreich gedacht sind.
Die Inhalte müssen sich aber nicht zwangsweise in jeder Seite befinden. Sollten sie in einer Seite fehlen, kann Google die Nutzer nicht gezielt zu den hinterlegten Inhalten führen. Grundsätzlich ist zu empfehlen, dass die "hreflang"-Tags in allen Seiten enthalten sind. So wird die Weiterleitung aufgrund der Automatismen von Suchmaschinen verhindert. Wer das technisch aber nicht schafft, kann diese auch über die XML-Sitemap(s) ausliefern. Das funktioniert genauso gut, ist aber in Bezug auf die Fehlerdiagnose nicht ganz so optimal, da nicht alle Tools damit zurechtkommen.

Wie werden diese Codes erstellt und platziert?

Am einfachsten ist es natürlich, wenn das Shop- oder Content-Management-System die "hreflang"-Codes generiert. Da die Codes für jede Seite individuell erstellt werden, ist es faktisch nicht praktikabel, die Codes manuell zu erzeugen. Da die meisten Systeme dies berücksichtigen, gilt es nur, die richtige Einstellung zu finden.
Grundlegend ist dabei Folgendes: Das System muss wissen, welche anderen Versionen eines Inhalts es gibt. Das funktioniert am besten, wenn es für alle Länder oder Sprachen auch einen eigenen zusammenhängenden Strukturbaum gibt. Wer das nicht hat, muss die ­einzelnen Versionen nachträglich aufeinander abbilden.

Wie überprüft man die Funktion der Codes?

Leider ist es so, dass "hreflang"-Tags ­nahezu bei jedem Projekt fehlerhaft implementiert sind. Damit alles reibungslos funktioniert, sollten die Codes also auf ­ihre Korrektheit hin geprüft werden. ­Dafür gibt es in der Praxis vor allem zwei wichtige Tools:
  • Die Google Search Console liefert Googles Sicht der Dinge. Dort werden ­alle Seiten aufgeführt, bei denen es zu Fehlern bei den "hreflang"-Tags zu kommen scheint. Nicht immer sind die dort aufgeführten Seiten auch wirklich fehlerhaft. Manchmal "verschluckt" sich Google auch, wenn beispielsweise einzelne Versionen zeitweise nicht erreichbar sind. Man sollte also regelmäßig - empfehlenswert ist einmal pro Monat - die angeführten Fehler aufnehmen und die monierten Seiten ­manuell überprüfen.
  • Für die Prüfung einzelner Seiten gibt es leider kein offizielles Tool von Google. Als Alternative und derzeit wohl bestes externes Tool bietet sich "hreflang.org" an. Dort können die URLs aus der Google Search Console geprüft werden. Falls es Probleme gibt, etwas im ersten Moment unverständlich erscheint, wird dies hier nachvollziehbar erklärt.
Die Google Search Console beschwert sich übrigens nicht, wenn auf einer Seite überhaupt keine "hreflang"-Codes zu finden sind. Um zu prüfen, ob alle Inhalte auch "hreflang"-Hinweise besitzen, sollte man daher auf Crawler wie "Screaming Frog SEO Spider" zurückgreifen, die das einfach und übersichtlich prüfen.

Vorteile für Unternehmen

"Hreflang"-Tags sind ein wirksames Werkzeug, um Besucher von der Suche zielgenau auf eine Seite zu führen. In der Praxis kommt es jedoch zu Fehlern, die sich aber durch regelmäßige Prüfung der Codes vermeiden lassen. Jedes Unternehmen profitiert davon, wenn alles korrekt implementiert ist: Besucher steigen in der überwiegenden Zahl der Fälle auf passenden Seiten ein und können dort mit den richtigen Angeboten versorgt werden.



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