Werbeanzeigen auf der Plattform 06.03.2019, 09:56 Uhr

Pinterest Ads gehen in Deutschland an den Start

Pinterest führt Werbeanzeigen in Deutschland ein. Die Anzeigenformate sind über eine Selbstbedienungs-Plattform verfügbar, mit großen Marken werde auch direkt gearbeitet. Shopping-Anzeigen, bei denen man Produkte direkt in Pins kaufen kann, sollen später folgen.
(Quelle: Pinterest )
Pinterest steigt groß in das Vermarktungsgeschäft ein. Ab sofort können Unternehmen weltweit in Deutschland, Österreich, Spanien und Italien auf Pinterest Anzeigen schalten. Damit wird die Ausweitung des Anzeigenprogramms fortgesetzt: 2018 startete es bereits in Frankreich als erstem nicht-englischsprachigen Markt.
Das Anzeigenprogramm ist jetzt in elf Ländern verfügbar: den USA, Großbritannien, Australien, Kanada, Frankreich, Irland, Neuseeland, Deutschland, Österreich, Spanien und Italien. Pinterest hat darüber hinaus Anzeigentests in den Niederlanden, Belgien, Portugal und der Schweiz gestartet.

Erste Kampagnen mit Rewe, Tchibo und Ferrero

Unternehmen haben mit Pinterest Ads Zugang zu unterschiedlichen Werbeformate und Targeting-Optionen. Zu den angebotenen Werbeformaten gehören derzeit:
  • Promoted App Pins: Promoted App Pins erleichtern das Auffinden und Herunterladen von Apps direkt aus Pinterest. Wenn jemand auf einen Promoted App Pin klickt, kann er die neue App herunterladen, ohne Pinterest verlassen zu müssen.

  • Promoted Carousels: Promoted Karussell-Pins enthalten mehrere Bilder, die Nutzer durchblättern können.

  • Promoted Video Pins: Unternehmen können damit die Aufmerksamkeit der Nutzer, die auf Pinterest stöbern, auf sich lenken.

  • Promoted Pin: Basic-Anzeigenformat - es sieht wie ein normaler Pin aus. Alle Unternehmenskonten mit einem aktiven Abrechnungsprofil können dieses Format nutzen, um Marketingziele wie Markenbekanntheit, Interaktion und Traffic zu unterstützen.
In den vergangenen Monaten hatte Pinterest das Anzeigenprogramm bereits für eine kleine Gruppe deutscher Unternehmen geöffnet. Dazu gehören Marken wie Rewe, Tchibo und Ferrero. Letztere etwa nutzten Promoted Pins und Videos als Teil einer Awareness-Kampagne für nutella. 
(Quelle: Pinterest)
In den USA indes baute Pinterest diese Woche das Geschäft mit Shopping-Anzeigen aus. Marken können über ein neues System ganze Produktkataloge in Kauf-Pins umwandeln, über die man Waren erwerben kann. Damit einher gehen personalisierte Kaufempfehlungen. In diesem Geschäft wird Pinterest künftig Google als Konkurrenten haben: Der Internet-Riese stellte Shopping-Anzeigen für seine Bildersuche vor.

Aufbau eines Sales-Teams

Derzeit baut Pinterest Sales Teams in Deutschland, Spanien und Italien auf, die direkt mit Werbungtreibenden und Agenturen vor Ort zusammenarbeiten sollen. Darüber hinaus entsteht ein regionales Team, das Aktivitäten in weiteren europäischen Ländern unterstützen soll.
Im April tritt für Pinterest zudem Philip Missler an, der bisherige Vermarktungschef von Amazon in Deutschland. Zu seinen Aufgaben als Country Manager DACH und Nordics zählt der Aufbau des Sales Teams für die DACH-Region und die "Weiterentwicklung bestehender und neuer Beziehungen zu Marken, Verlagen und Agenturen".
Pinterest hat nach jüngsten Angaben rund 250 Millionen aktive Nutzer ist derzeit auf den Weg an die Börse - in den USA wurde ein vertraulicher Antrag für eine Aktienplatzierung eingereicht. Am Markt wird mit einer Gesamtbewertung von zwölf Milliarden US-Dollar gerechnet.



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