Full-Service-Agenturgruppe 20.08.2018, 10:00 Uhr

UDG verkauft Performance-Geschäft an OmnicomMediaGroup

Die United Digital Group (UDG) verkauft ihr Performance Marketing-Geschäft an die OmnicomMediaGroup (OMG). Betroffen sind 150 Mitarbeiter. Dennoch will UDG ihren Kunden weiterhin das gesamte Portfolio anbieten.
UDG-Omnicom
(Quelle: UDG/OMG )
Im Jahr 2011 wurde die UDG United Digital Group als ein Zusammenschluss aus elf Spezialagenturen gegründet. Das postulierte Ziel: Aus einer Gruppe von Spezialisten sollte eine schlagkräftige Gruppe entstehen, die ihren Kunden alle Spielarten des digitalen Marketings anbieten kann. Der Plan schien aufzugehen, 2015 konnte UDG mit einem Gesamtumsatz von über 66 Millionen Euro zur Nummer 2 der deutschen Digitalagentur-Szene wachsen, UDG-Chefin Jessica Peppel-Schulz sprach im Interview von der "Agentur der Zukunft".
Doch offenbar zeigten die von Peppel-Schulz initiierten Veränderungen in der Struktur - aus einem Verbund inhabergeführter Agenturen wurde eine Holding - nicht die gewünschten Effekte. Der Umsatz stagnierte. 2017 verließ die Managerin die UDG mit unbekanntem Ziel, ihr Nachfolger wurde Marcus Starke.
2017 rangierte UDG mit 66,1 Millionen Euro Honorarumsatz noch auf Platz 5 der umsatzstärksten Agenturen, die Spitzenreiter SapientRazorfish und Plan.Net lagen bei über 90 Millionen.

Zwei Standorte werden abgegeben

Jetzt schrumpft die United Digital Group weiter: In einer Pressemitteilung gab die Gruppe bekannt, dass sie ihr Performance Marketing-Geschäft an die OmnicomMediaGroup (OMG) abstoßen möchte. Dieses Geschäft macht Unternehmensangaben zufolge rund 20 Prozent des UDG-Umsatzes aus. Rund 150 der knapp 700 Mitarbeiter sind von dem Verkauf betroffen. Außerdem trennt sich UDG von zwei seiner derzeit noch acht Standorte, München und Köln.
Der Verkauf der Performance-Sparte soll jedoch nicht der Ausstieg aus diesem Geschäftsfeld sein, betont UDG CEO Starke im Gespräch mit der Redaktion. Viel mehr wolle die UDG auch künftig ihren Kunden das volle Portfolio der Marketing-Disziplinen anbieten - in einer strategischen Partnerschaft mit OMG. So soll sich für die UDG-Kundschaft angeblich wenig ändern: Sie werden in Sachen Performance Marketing künftig von denselben Leuten unter den gleichen Bedingungen betreut wie bisher - nur arbeiten die dann für eine andere Firma.
Der Verkauf steht noch unter dem Vorbehalt der Zustimmung der Kartellbehörden. Über den Kaufpreis ist nichts bekannt.



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