Meine Top-Kampagne 25.11.2019, 07:55 Uhr

Wie Ottos Weihnachtskampagne neue Zielgruppen anspricht

In regelmäßigen Abständen bewerten und analysieren wir aktuelle Werbekampagnen. Diese Woche zeigt Otto, wie man es schafft, mit einer neuen Marketing-Strategie in aller Munde zu sein.
Ricky Anchorman ist die Hauptfigur der Weihnachtskampagne von Otto.
(Quelle: Otto )
Der Online-Händler Otto hat in den vergangenen Jahren immer tief ins Portemonnaie gegriffen und großes Weihnachtskino geliefert: Im November 2017 wurde ein dreiminütiger Film gedreht, der von den Insassen eines Busses berichtete, die in den Bergen Boliviens gestrandet ­waren. Und im vergangenen Jahr wurde in kurzen Filmen von allerlei Missgeschicken erzählt, die sich rund ums Fest ereignen können.
In diesem Jahr verzichtet Otto auf den großen Weihnachtsspot - weil er jedes Mal eine Menge kostet und man verstärkt jüngere Menschen ansprechen möchte. In der aktuellen Kampagne konzentriert sich ­Otto auf die überwiegend von jungen Zielgruppen genutzten Plattformen Twitch und Tinder.
"Es reicht nicht mehr, den ­einen großen Fernsehspot zu produzieren", sagt Alexander Rohwer, Leiter Stra­tegy und Brand. "Tiktok, Twitch und Tinder bringen Otto in die Köpfe von Millennials und der Generation Z. Damit ergänzen wir unsere Marketingstrategie um Zielgruppen, die uns bislang nicht auf dem Schirm haben."
Single-Quiz auf Tinder: In drei Ja-Nein-Fragen erfährt man, welcher Single-Typ man ist
Quelle: Otto
Im Mittelpunkt der Kampagne steht die Figur Ricky Anchorman - mit Schnauzbart und Fliege. Er zeigt den Usern der verschiedenen Plattformen, wie aus Weihnachten tatsächlich ein Fest werden kann. Auf Tinder gibt es ein Quiz für Singles und eine Art Flirthilfe in der Vorweihnachtszeit. Auf der ­Gaming-Plattform Twitch werden in einem Livestream Produkte von Otto eingeblendet, die man gewinnen kann. Und für Tiktok hat die Agentur Dept einen eigenen "Otto-Filter" entwickelt, der wie ein Spielautomat funktioniert: Dort laufen in einem Textfeld die Namen ungewöhnlicher Otto-Produkte durch.
Begleitet wird die Kommunikation von Display-Bannern, Bumper Ads und einer "Weihnachtsolympiade" auf Instagram TV und - wenn auch niedrig dosiert - von Spots im klassischen Fernsehen.



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