Verlangsamtes Kundenwachstum 09.08.2018, 09:31 Uhr

Digitalgeschäft der "New York Times" flaut ab

Die New York Times galt in Publisher-Kreisen stets als Vorreiter in Sachen kostenpflichtige Web-Angebote. Nun muss aber auch das Traditionsblatt eingestehen: Das Digitalgeschäft läuft nicht mehr ganz so rund.
(Quelle: shutterstock.com/Gil C )
Das wichtige Digitalgeschäft der "New York Times" ist im Frühjahr nicht mehr ganz so rund gelaufen. In den drei Monaten bis Ende Juni verlangsamte sich das Kundenwachstum deutlich, wie die New York Times Company - der Verlag hinter dem Traditionsblatt - mitteilte.
Unterm Strich kamen bei den kostenpflichtigen Web-Angeboten 109.000 neue Abonnenten hinzu, wobei 41.000 davon nicht mit News-Inhalten, sondern etwa mit Kochrezepten und Kreuzworträtseln gewonnen wurden. In den Vorquartalen waren 139.000 beziehungsweise 157.000 neue Kunden hinzugekommen. An der Börse kamen die Zahlen schlecht an - die Aktie fiel zeitweise um rund sechs Prozent.

Anzeigenerlöse sinken

Insgesamt beendete die "New York Times" das Quartal mit 3,8 Millionen Abonnenten, von denen 2,9 Millionen ausschließlich digitale Angebote beziehen. Das Geschäft mit Anzeigen im Internet schwächelte jedoch - die Online-Werbeerlöse sanken im Jahresvergleich um 7,5 Prozent.
Im klassischen Printbereich sieht es noch schlechter aus - hier gab es ein Minus von 11,5 Prozent. Da der Schwenk zu Bezahlinhalten die Einnahmen durch Abogebühren kräftig erhöhte, steigerte der Verlag den Umsatz insgesamt trotzdem um 1,8 Prozent auf 414,6 Millionen US-Dollar. Der Nettogewinn wuchs sogar um 51 Prozent auf 23,6 Millionen US-Dollar (20,3 Mio Euro), im Vorjahr hatte es aber hohe Sonderkosten gegeben.



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