Digitale-Marketing-Maßnahmen im Überfluss

Digitalisierung des Direktmarketings

Stark verändert hat sich mit der Digitalisierung das Direktmarketing. Einst bekamen alle Kunden die gleiche Werbung per Post - ineffektiv und wegen der Portokosten teuer. Heutzutage wissen Firmen, wer was gekauft hat. Der Einsatz von Kundenbeziehungs-Software ist Standard. Derlei Programme verschicken Geburtstagswünsche vom Online-Händler, oder auch das zum überzogenen Konto passende Kreditangebot.

"Früher ging es im Marketing in der Massenkommunikation darum, möglichst viele einigermaßen qualifizierte Adressen zu haben, um auch möglichst viele Personen mit einer Kernnachricht zu erreichen", sagt Marktforscher Pirner. "Heutzutage verfügen Unternehmen nicht zuletzt dank Online-Kommunikation über wesentlich mehr Daten ihrer Kunden und können diese über digitale Kanäle auch wesentlich individueller ausspielen."

Verlust an Effektivität

Ein Effekt ist jedoch, dass manche Händler und Dienstleister so viel Reklame verschicken, dass das Mailpostfach überquillt und Kunden genervt die Augen rollen. So verliert die Werbung an Effektivität: "Die Antwortraten im Direktmarketing sind in den letzten zehn Jahren sehr wahrscheinlich deutlich nach unten gegangen", meint Pirner. "Allerdings liegen mir keine seriös berechneten Zahlen dazu vor."

Die Digitalisierung ist auch im Marketing angesagt. Doch Gallup-Berater Nink meint, eine ganz altmodische Tugend sei entscheidend - das Personal. "Denn der persönliche Kontakt entscheidet, ob Kunden einem Unternehmen gewogen bleiben oder nicht", sagt Nink. "Das gerät zunehmend in Vergessenheit, weil alle Welt denkt, der Kontakt zum Kunden läuft zunehmend über digitale Kanäle."



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