Betrug im Influencer Marketing 03.12.2018, 10:20 Uhr

Die 3 Arten des Influencer Fraud

Für 2019 schätzt Statista den globalen Influencer-Markt auf ein Volumen von 2,38 Milliarden US-Dollar. Kein Wunder also, dass die Zahl der Menschen, die nur vorgeben Influencer zu sein, um sich von Unternehmen bezahlen zu lassen, steigt. Diese drei Arten von Influencer Fraud gibt es.
(Quelle: shutterstock.com/racorn)
Marken, die Opfer von Fraud werden, egal ob vom Influencer beabsichtigt oder nicht, verschwenden nicht nur Zeit und Geld. Der Influencer kann auch dem Ruf der Marke schaden. Yuval Ben-Itzhak, CEO Socialbakers, erklärt die drei Arten von Influencer Fraud:

1. Follower Fraud

Wenn ein Account spezielle Dienstleistungen in Anspruch nimmt, die den Prozess der Follower-Gewinnung automatisieren, ist die Rede von Follower Fraud. Dabei sind die meisten der so gewonnenen Follower-Profile wiederum auch gefälscht. Der Einsatz von solchen Tools kann praktisch über Nacht einen Fake-Account mit vielen Followern aufbauen.
Es ist daher wichtig, sich die Entwicklung der Follower eines Profils anzusehen. Gibt es beispielsweise auffällige Spitzen beim Anstieg der Follower, die nicht auf Postings oder andere Inhalte zurückzuführen sind, sollte Skepsis geboten sein.

2. Engagement Fraud

Hierbei kaufen sich die angehenden Influencer trotz Profil und Followerschaft Engagement für ihre Posts, zum Beispiel Kommentare. Dies kann auch durch Software geschehen, die Beiträge automatisch kommentiert oder liked.
Ein Anhaltspunkt für solche Fake-Kommentare ist, dass sie in der Regel ein Emoji nutzen oder einen kurzen Satz, der häufig wiederholt wird.

3. Fake Interest

Bei gefälschtem Interesse postet ein Influencer etwas zu einem speziellen Thema, ohne, dass es zu diesem Inhalt sonst eine Konversation mit den Followern gibt. Ein Influencer stellt beispielsweise einen Post zu Hunden online, aber die Auseinandersetzung mit der Followerschaft findet eigentlich nur zum Thema Gaming statt. Eine Marke glaubt jedoch, dass der Influencer viele Fans und viel Engagement bei Hunde-Inhalten hat. Postet der Influencer nun im Rahmen einer Kooperation etwas zu Hunden, dann sorgt das für eine schlechte Performance für die Marken.



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