Noch in diesem Jahr 05.03.2019, 08:09 Uhr

Google stellt alte Version der Search Console ein

Seit letztem Jahr läuft die Nachfolgeversion der Search Console von Google parallel zum Original. Dieses wird noch in diesem Jahr eingestellt. Dabei würden aktuell einige Funktionen verloren gehen.
GSC unter der Lupe
(Quelle: shutterstock.com / Kapralcev )
Wenn es um die Suchmaschinenoptimierung von Websites geht, ist Google nicht nur der Maßstab, an dem sich alle Betreiber zu orientieren haben, der Suchkonzern stellt auch Tools zur Verfügung, die bei der Umsetzung helfen sollen. Zu den bekanntesten zählt die Google Search Console, kurz GSC.
Im vergangenen Jahr erhielt das Programm einen Nachfolger, der seither ­parallel zum Original verfügbar ist. Da nicht alle Features der GSC sofort von der alten in die neue Version übertragen werden konnten, ging Google den Prozess schrittweise an. Doch noch in 2019 soll es nur noch eine Search Console geben; die alte Version wird abgestellt. Und was kann die GSC heute leisten?
Zurzeit nutzen SEO-Experten und Marketing-Verantwortliche die alte sowie die neue Version der Search Console gleichzeitig und kombinieren die Vorteile beider Programme. Das ist zwar umständlich, dennoch liegen die Vorzüge auf der Hand, wie Ralf Zmölnig, Geschäftsführer von Rockit Internet, berichtet: "Die Search Console liefert einen Großteil der Leistungen großer SEO-Tools und das völlig kostenlos."
Uwe Roll, SEO Consultant bei Dept Digital Marketing, geht noch einen Schritt weiter. "Bessere Daten bekommt man in Bezug auf die SEO-Performance der eigenen Webseite in keinem anderen Tool", erklärt Roll. Denn alle wichtigen Daten der organischen Google-Suche zur eigenen Domain können in der Google Search Console ­zusammengeführt und ausgewertet werden. SEO-Experten können darüber hinaus auch tiefere Analysen oder das Monitoring einer Webseite problemlos über die GSC organisieren.

GSC-Leistungsanalyse von Webseiten

Während sich die Leistung einzelner Seiten auch anhand von Impressions und Klicks, Click-Through-Rate (CTR) oder Mobil-Optimierung analysieren lässt, sind weiterführende Auswertungen nur mit der GSC möglich: Die internen und externen Links einer Webseite können bewertet und auf geschäftsrelevante Seiten ausgerichtet werden. Auch strukturierte Daten, die vor allem bei der Fehlersuche innerhalb der Seitenstruktur und der Funktionalität der Webseite eine entscheidende Rolle spielen, lassen sich genau betrachten.
Hier werden auch die Unterschiede zwischen den Versionen der Search Console sichtbar: Die neue GSC hat einen übersichtlicheren Aufbau und nimmt den Usern ­einige Schritte bei der Auswertung der Einzelseiten ab. "In den Details erhält man Angaben zum letzten Crawl, Bot oder zur Sitemap-XML-Datei. Diese Informationen musste man sich vorher über verschiedene Berichte zusammenziehen", erklärt Zmölnig. Auch erfährt man nicht zuletzt auch, ob der Webauftritt für Mobilgeräte optimiert ist. Unter "Abdeckung" erstellt die neue GSC Reports, die Auskunft zu erfolgreichen und ausgeschlossenen URLs geben. Doch nicht alles, was die alte GSC bisher geboten hat, wird vor ­ihrer Abschaltung in die Nachfolgeversion übernommen.

Was der neuen GSC fehlt

Google führt zu fehlenden Funktionen der Search Console im eigenen Blog eine Übersicht. Durch diese wird schnell klar, dass der Leistungsumfang der GSC nach dem Abschalten der Originalversion abnimmt. Einige Features werden SEO-Experten, aber auch Einsteiger sofort vermissen. In der neuen Search Console entfallen wichtige Funktionen, wie der "robot.txt"-Tester, Teile der Crawling-Statistiken sowie die Verwaltung der "hreflang"-Tags. Gerade Letzteres ist fast unentbehrlich, will man seine Webseite anhand der Sprache gezielt auf eine bestimmte Region ausrichten.
Auch mit dem Wegfall der Option, Links für ungültig zu erklären, ergeben sich für SEO-Experten einige Probleme, die es bisher nicht gab. Wann diese verlorenen Features oder Nachbesserungen folgen werden, dazu hält sich Google bedeckt. "Wie bei allen Updates von unseren Produkten geben wir diese, sobald sie final sind, bekannt und teilen sie mit der Community", heißt es in einer offiziellen Mitteilung des Konzerns. Obwohl einige Abstriche gemacht werden müssen, bleibt die GSC sowohl für Experten als auch für Einsteiger bei der Webanalyse eine Hilfe - und weiterhin kostenlos.
Ralf Zmölnig spricht auf der SEO/SEA WORLD Conference am 12. und 13. März 2019 in München und wird dort die Arbeit mit der GSC erklären. Die Konferenz behandelt außerdem alle relevanten Themen zum Marketing und Werben über Google und Youtube. Informationen und Tickets unter: www.seoseaworld-conference.de
Quelle: Internet World Business



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