Accelerated Mobile Pages 24.09.2018, 10:02 Uhr

Google gibt AMP an Konsortium ab

Googles zwei Jahre altes AMP-Projekt hilft, die Ladezeiten von mobilen Webseiten zu optimieren. Die Open Source-Initiative ist nun so groß geworden, dass die Kontrolle über das Format in Teilen an ein Konsortium abgegeben werden soll.
Das Framework der AMP-Initiative ermöglicht es Publishern, ihr Datenvolumen zu reduzieren und ihre mobilen Seiten im Schnitt in weniger als einer Sekunde zu laden.
(Quelle: shutterstock.com/ra2studio)
Vor gut zwei Jahren rief Google sein AMP (Accelerated Mobile Pages)-Projekt ins Leben. Das Ziel dahinter: Webseiten auf Smartphones laden langsam und schwerfällig, die Nutzer brechen den Vorgang oft ab, ohne überhaupt eine Zeile des Artikels gesehen zu haben. Das Framework der Open Source-Initiative AMP ermöglicht es Publishern, ihr Datenvolumen zu reduzieren und ihre Seiten im Schnitt in weniger als einer Sekunde zu laden. Dazu muss lediglich ein Plugin installiert werden.
Das Projekt läuft äußerst erfolgreich, muss sich aber zunehmender Kritik aufgrund der steigenden Google-Dominanz stellen. Hinzu kommt, dass es inzwischen eine Größe angenommen hat, die schwer zu überblicken und zu organisieren ist. Darauf reagiert der Internet-Konzern nun und will die Kontrolle über das Format ein Stück weit abgeben. Wie Malte Ubl, Tech Lead des AMP-Projekts, erklärt, wird sich ein Komitee mit Arbeitsgruppen künftig verstärkt einschalten. Ein "Technical Steering Committee" wird dabei Ubls Rolle als Code Reviewer übernehmen.

Mitglieder aus News-, E-Commerce- und Cloud-Firmen

Die AMP-Nutzer sollen von einem "Advisory Committee" vertreten werden, dieses berät auch das technische Komitee bei der Arbeit. Darin wiederum sind Mitglieder namhafter News-, E-Commerce- und Cloud-Firmen, zum Beispiel:
  • Publisher: El País, Washington Post und Terra
  • E-Commerce-Seiten: AliExpress und eBay
  • Cloud-Plattformen: Cloudflare und Automattic
  • Sonstige: Pinterest, Bing, Yahoo
Über 700 Entwickler waren am AMP-Projekt beteiligt - nur 22 Prozent von ihnen arbeiten bei Google.
(Quelle: AMP)
Für beide Komitees sucht AMP noch Mitwirkende, auch gegen Bezahlung. Das Komitee soll ein erster Schritt sein, um das AMP-Projekt in eine Stiftung umzuwandeln.



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