Dynamic Search Ads 19.11.2019, 09:17 Uhr

3 Wege zur Automatisierung von Google Ads

Google Ads werden zunehmend smart. Wir erklären, welche Möglichkeiten der Automatisierung es gibt und wie Marketer mit ihnen ihre Kampagnen auf ein neues Level heben können.
(Quelle: shutterstock.com/WDnet Creation )
Von Robert Franzke, Head of SEA bei der Performance-Marketing-Agentur cormes
Google Ads - kaum eine Online-Marketing-Abteilung, bei der dieses Thema nicht regelmäßig ganz oben an der Tagesordnung steht. Suchmaschinenwerbung hat sich zu einem der bedeutendsten Online-Marketing-Kanäle entwickelt. Seit den vergangenen Monaten weht frischer Wind durch die Eingabemasken für Titel, Beschreibung und Keywords: Google Ads werden zunehmend smart.
Wir erklären, welche Möglichkeiten der Automatisierung es gibt und wie Marketer mit ihnen ihre Kampagnen auf ein neues Level heben können.

Die alte Welt: manuelle Erstellung und Aussteuerung

Klassischerweise lief SEA-Arbeit in den vergangenen Jahren immer gleich ab: Erster Schritt war stets die Definition verschiedener Keywords, bei denen die Werbung angezeigt werden soll. Anschließend wurde die Anzeige getextet. Bedeutend war hier die Integration mehrerer Keywords im Text.
Auch das Bidding verlief manuell: Händisch musste für jede Anzeigengruppe oder auf Keyword-Ebene eingetragen werden, was man bereit ist, für einen Klick zu zahlen.
Ein System, das vor allem für große Unternehmen oder Marken mit einer großen Produktvielfalt zu unflexibel und zeitaufwändig ist. Zwar gab es auch hierfür Tools, die etwa die Gebotssteuerung automatisieren, doch auch diese konnten nur auf Basis der Daten, die Google zur Verfügung stellte, arbeiten. Die Informationen, auf die diese externen Programme zugreifen, sind jedoch begrenzt.
Automatisierungsprozesse bei Google selbst beruhen auf einem deutlich größeren Datensatz und erlauben somit neuartige Möglichkeiten, die mit externen Tools nicht möglich wären.

Dynamic Search Ads: Werbung ohne Keywords

Auch heute ist die manuelle Optimierung der Google-Anzeigen weiterhin möglich. In den vergangenen Jahren haben sich die Möglichkeiten, die SEA-Prozesse automatischer zu gestalten, erweitert. Google Ads stellen somit mehr als zuvor die Nutzer mit ihren individuellen Eigenschaften und Nutzungsweisen in den Mittelpunkt.
Dies beginnt bereits bei der Ausrichtung der Anzeige: Sogenannte Dynamic Search Ads stellen die thematische Passgenauigkeit der Ads ohne Keywords sicher. Stattdessen greift Google auf die Inhalte der eigenen Website zurück, wertet sie aus und nutzt diese Informationen zum präzisen Targeting. Es gibt verschiedene Möglichkeiten, welche Inhalte der Website Google in die Ausrichtung einbeziehen soll.
Klassischerweise werden dabei jene Landingpages genutzt, die für die manuellen Google Ads erstellt wurden. Es ist jedoch auch möglich, Google eine Reihe von Unterseiten oder sogar die gesamte Website auslesen zu lassen.
Die Dynamic Search Ads sind vor allem dann empfehlenswert, wenn sich der Content oder das Angebot regelmäßig, etwa saisonal, verändert. In diesem Fall müssen die Ads nicht bei jeder Anpassung neu kreiert werden. Außerdem lassen sich so bisher ungenutzte thematische Potenziale der eigenen Seite aufdecken.
Treten in den Suchanfragen Suchphrasen auf, die bisher bei den manuellen Kampagnen noch nicht berücksichtigt wurden, können sie als Grundlage für die Erweiterung bestehender Maßnahmen dienen.



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