KI im Alltag 08.05.2018, 10:39 Uhr

Diese Google-Dienste setzen auf Künstliche Intelligenz

Auf der Entwicklerkonferenz Google I/O steht Künstliche Intelligenz wieder im Mittelpunkt. Aber der Suchmaschinenriese setzt bereits seit einiger Zeit in vielen alltäglichen Tools und Diensten auf smarte Algorithmen.
(Quelle: shutterstock.com/metamorworks)
Künstliche Intelligenz (KI) ist bei vielen Herstellern ein großes Thema. Auch Google stellt auf seiner  Entwicklerkonferenz Google I/O verschiedene neue Einsatzmöglichkeiten für smarte Algorithmen vor. Welche alltäglichen Lösungen aus dem Hause Google schon jetzt auf Künstliche Intelligenz setzen, beschreibt der Konzern aus Mountain View in einem Blogpost.
Smart Reply in Gmail
KI kann in Gmail automatisch generierte Antwortmöglichkeiten erstellen und erspart dem Nutzer so Zeit und Tipparbeit.
(Quelle: Google)
Als erstes Tool nennt Google seine smarte Bilderkennung in Google Fotos. Ohne, dass der Nutzer die Fotos explizit benennt, kann der digitale Helfer Elemente darauf erkennen. Egal, ob es sich nun um einen bestimmten Gegenstand oder eine Geste handelt. KI kann sogar schon bei der Aufnahme eines Bildes unterstützen. Dadurch können Smartphones den Hintergrund bei Porträtaufnahmen automatisch weichzeichnen, um einen Bokeh-Effekt zu erzielen.
Künstliche Intelligenz kann aber nicht nur für die automatische Bilderkennung eingesetzt werden, sondern hilft auch im Audio-Bereich. So liefert Google Play Musik nicht nur personalisierte Empfehlungen für die Audiowiedergabe, sondern auch automatisiert Bildunterschriften für YouTube-Videos.

KI soll Arbeit mit Gmail beschleunigen

Ferner kommt KI in der Mailing-Lösung Gmail zum Einsatz: Mit Hilfe von sogenannten Smart Replys lassen sich automatisch erstellte Antwortmöglichkeiten auswählen. Das erspart Zeit und das teilweise unnötige Eintippen immer wiederkehrender Texte. Will der Nutzer eine Nachricht erst zu einem späteren Zeitpunkt bearbeiten, erinnert die KI in Gmail den User an die Mails.
Um die Geräte der Nutzer abzusichern, überprüft unterdessen das Sicherheitstool Google Play Protect zudem täglich über 50 Milliarden Apps und zum Teil auch Geräte nach potenziellen Gefahren.
Um sich im Urlaub oder bei Kurztrips besser zurechtzufinden, bietet Google mit dem Übersetzungsdienst Translate die Möglichkeit, Texte auf Schildern oder Menüs zu übersetzten. Dafür muss der jeweilige Text lediglich mit der Smartphone-Kamera eingefangen werden.
Mittels Spracheingabe im Google Assistant kann zum Beispiel eine Navigation in Google Maps gestartet werden.
(Quelle: Google Play Store)
Der Google Assistant wiederum unterstützt sprachgestützte Konversationen in mehr als zwölf Sprachen. An einem Ausbau für weitere Sprachpakete werde derzeit noch gearbeitet. Mittels Spracheingaben lassen sich mit der Lösung alle möglichen Aufgaben erledigen. Dies kann etwa das Öffnen einer anderen App wie YouTube sein, der Start der Navigationsapp oder auch die Erstellung eines Kalendereintrags.
Um pünktlich zum nächsten Termin zu kommen, kann wiederum die Künstliche Intelligenz von Google Maps genutzt werden. Diese hat dank unzähliger Beispiele von Straßennamen, Adressen und Street-View-Bildern gelernt, das gewünschte Ziel möglichst schnell und unkompliziert zu finden und den Nutzer auf Wunsch dorthin zu navigieren. Wird der angegebene Ort mit einem Auto angesteuert, übernimmt die KI auch die Parkplatzsuche oder navigiert den User abhängig von der aktuellen Verkehrslage dort hin.
Unterwegs kann sich der Nutzer dank Google Lense Informationen zu Sehenswürdigkeiten, Kunstwerken oder auch zu Büchern, Tieren und Pflanzen anzeigen lassen. Dazu muss der Nutzer das jeweilige Objekt lediglich mit der Smartphone-Kamera scannen. Das Assistenzsystem durchsucht im Anschluss das Web nach den gewünschten Zusatzinformationen.
Zum Abschluss beschreibt der Web-Konzern schließlich noch einen intelligenten Algorithmus in Google Trips. Dieses soll bei der gesamten Planung von Reisen helfen und dabei sämtliche Transportmittel mit einschließen.
Auch andere Hersteller wie Microsoft, Apple, IBM und Co. setzen zunehmend auf smarte Helfer. Die Bandbreite reicht dabei von kleinen Alltagserleichterungen über Productivity-Anwendungen bis hin zur Anwendungen in der Medizin.



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