Anti-Diskriminierungs-Maßnahmen 22.08.2018, 12:39 Uhr

Facebook überarbeitet Targeting-Optionen

Mehr als 5.000 Targeting-Optionen sollen bei Facebook demnächst entfernt werden, um das Ansprechen von Zielgruppen auf Basis diskriminierender Interessensdefinitionen zu verhindern.
(Quelle: shutterstock.com/nasirkhan)
Advertiser bei Facebook sollen in Zukunft Zielgruppen nicht mehr auf Basis religiöser Interessen ausschließen können. Mehr als 5.000 Targeting-Optionen will Facebook noch in diesem Herbst abschaffen, berichtet BuzzFeed.

Vor allem solche Targeting-Optionen, die sich auf den Ausschluss religiöser und ethnischer Gruppen anwenden lassen, sollen der Säuberungsaktion zum Opfer fallen. "Wir setzen uns dafür ein, Menschen vor diskriminierender Werbung auf unseren Plattformen zu schützen. Aus diesem Grund entfernen wir mehr als 5.000 Ausrichtungsoptionen, um Missbrauch vorzubeugen", zitiert BuzzFeed aus einem Facebook-Blogpost.
"Obwohl diese Optionen auf legitime Weise genutzt wurden, um Personen zu erreichen, die an einem bestimmten Produkt oder einer bestimmten Dienstleistung interessiert sind, halten wir die Minimierung des Missbrauchsrisikos für wichtiger. Dazu gehört, dass die Werbetreibenden nicht in der Lage sind, Zielgruppen auszuschließen, die sich auf Attribute wie ethnische Zugehörigkeit oder Religion beziehen." 

In den USA müssen Werbekunden zusätzlich die "Nichtdiskriminierungsklausel" von Facebook bestätigen, wenn sie auf der Plattform Werbung schalten wollen. Der neue Zertifizierungsvorgang soll in den nächsten Wochen für alle Advertiser über das Ad Manager-Tool ausgerollt werden.

Smart Speaker

Während Facebook an seiner Werbeplattform feilt, bastelt das Unternehmen derweil auch in Sachen Smart Speaker weiter. Nach Informationen von Techcrunch soll Facebook mittlerweile auch an einer Spracherkennungstechnologie arbeiten, die in den smarten Lautsprechern zum Einsatz kommen könnte.
So wurden bereits Features wie Diktierfunktionen entdeckt. Außerdem gäbe es Hinweise im Code, dass die Sprachtechnologie auch über WLan und Bluetooth mit anderen Geräten in Verbindung gebracht werden könnte. Dies lässt den Schluss zu, dass Facebook auch darüber nachdenkt, seine Voice-Technologie nicht nur auf die eigenen Geräte zu beschränken, sondern plattformübergreifend zur Verfügung zu stellen.

Eigentlich sollten die Facebook-Lautsprecher Aloha und Fiona bereits im Juli 2018 auf den Markt kommen.



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