E-Mail-Versand 17.04.2018, 09:32 Uhr

12 Tipps zur Steigerung der E-Mail-Deliverability

Jeder Marketer möchte die Aufmerksamkeit seiner Zielgruppen mit sorgfältig formulierten, hoch personalisierten und passend terminierten E-Mails wecken und behalten. Aber was ist, wenn all diese Nachrichten zurückkommen oder im Spam-Ordner landen?
(Quelle: shutterstock.com/Lichtmeister)
Von Georg Loewen, Head of Marketing, Selligent Marketing Cloud DACH
Ihre zielgerichteten und wichtigen Nachrichten kommen immer wieder zurück oder landen im Spam-Ordner?
Dann ist es höchste Zeit, die E-Mail-Deliverability (also das Maß für die Anzahl der Nachrichten, die tatsächlich im Posteingang der geplanten Empfänger ankommen) genauer unter die Lupe zu nehmen.
Die gute Nachricht: E-Mail-Deliverability setzt keine übermäßigen Interaktionen voraus, bei denen jeder Schritt aktiv ausgeführt werden muss. Sobald Marketer ihre E-Mail-Infrastruktur optimiert haben und beim Ausbau ihrer Zielgruppen nur einige wenige Parameter im Auge behalten, können sie sich beruhigt zurücklehnen, denn sie können sicher sein, dass ihre E-Mails ankommen.
Die schlechte Nachricht: Wenn Sie sich nicht daran halten, kann die E-Mail-Deliverability eine zuweilen irreparable dramatische Wendung zum Negativen erleben. Damit das möglichst nicht passiert, sollten sich Marketer folgende 12 Praxis-Tipps zu Gemüte führen:
  1. Fragen Sie immer nach der Berechtigung. Rechtliche Bestimmungen wie das CANSPAM-Gesetz und die DSGVO schreiben die ausdrückliche Zustimmung der Verbraucher zum Erhalt von E-Mails vor. Bewährt haben sich hier klare Formulierungen zur Erläuterung der Datenerfassungsvorgaben sowie die doppelte Anmeldung mit Bestätigung in einer Willkommens-E-Mail.

  2. Gestalten Sie die Abmeldung übergangslos und leicht. Die DSGVO sieht vor, dass es genauso einfach sein muss, die Zustimmung zu widerrufen - wie sie zu erteilen. Das anerkannt beste Verfahren ist die Abmeldung mit nur einem Klick - ohne, dass weiter nach dem Warum gefragt wird. Bedenken Sie auch Folgendes: Laut DSGVO muss auf Opt-Out-Anträge innerhalb von zehn Tagen reagiert werden.

  3. Besser auf der sicheren Seite. Auch wenn Ihnen nichts ferner liegt, als das Versenden von Spam, schadet es nicht zu überprüfen, ob Ihre IP oder Ihre Domain auf einer DNS-basierten schwarzen Liste gelandet sind.

  4. Arbeiten Sie mit Authentifizierung. Marketer, die beim E-Mail-Marketing ihre eigene Domain verwenden, müssen SPF-, DKIM- und Reverse DNS-(rDNS-)Datensätze einrichten. Indem Sie Ihre eigene DKIM-Signatur verwenden, bauen Sie sich ganz unabhängig von anderen Nutzern derselben IP eine Domain-Reputation auf.

  5. Praktizieren Sie E-Mail-Listenhygiene. Um nicht in Spam-Fallen zu tappen, sollten Ihre E-Mail-Listen nur gültige Adressen aufweisen. Löschen Sie deshalb die Adressen, wenn E-Mails zurückkommen, wenn Nutzer nicht reagieren oder sie sich abgemeldet haben.

  6. E-Mail-Listen zu kaufen, ist keine gute Idee. Das Versenden von E-Mails ohne Erlaubnis öffnet Spam-Beschwerden Tür und Tor und kann letztlich dazu führen, dass sie auf der Blacklist landen. Vergessen Sie also gekaufte Listen und versenden Sie E-Mails nur, wenn Sie auch die Erlaubnis dazu haben.

  7. Achten Sie auf gleichmäßige Sendegeschwindigkeit und  -volumen. Spitzen im E-Mail-Aufkommen können Spam-Filter auf den Plan rufen. Achten Sie auf eine gleichmäßige Sendegeschwindigkeit und -volumen, das auch als Vertriebsdruck oder E-Mail-Rhythmus bezeichnet wird. Auf diese Weise vermeiden Sie außerdem, dass Abonnenten von den E-Mails genervt sind und abspringen.

  8. Bewahren Sie sich Ihre erkennbare Identität. Achten Sie darauf, dass das Erscheinungsbild und der Ton Ihrer E-Mails gleich bleiben und vermeiden Sie rotierende Absenderadressen beim Versenden von Kampagnen-E-Mails.

  9. Testen Sie die Zustellbarkeit zunächst in einem kleinen Durchlauf. Verwenden Sie integrierte QS-Tools und Tools zur Überwachung der Zustellbarkeit und führen Sie Testläufe mit geringem E-Mail-Volumen durch, bevor Sie sie an ganze Marktsegmente versenden.

  10. Vermeiden Sie Fehler. Zu viele inhaltliche oder Formatierungsfehler führen dazu, dass E-Mails abgewiesen werden. Kardinalfehler sind defekte HTML-, URL-Verkürzer (verwenden Sie stattdessen Hyperlinks), dubiose Link-Ziele und beschädigte Bilder. Vermeiden Sie irreführende Formulierungen oder Sonderzeichen in Betreffzeilen ("Cl@im Ur $Million Tick3t") und zu viele Ausrufezeichen oder ein ungleiches Bild-/ Text-Verhältnis.

  11. Sorgen Sie für lang anhaltende Berechtigungen. Wenn Ihnen jemand die Erlaubnis erteilt, mit ihm zu kommunizieren, beginnt die Uhr zu ticken. Starten Sie mit der Kommunikation und richten Sie eine regelmäßige Sendefrequenz ein.

  12. Erinnern Sie die Nutzer daran, dass sie sich angemeldet haben. Das funktioniert ganz leicht, indem Sie in die Kopf- oder die Fußzeile jeder versendeten E-Mail eine Standardnachricht integrieren, wie etwa: "Sie erhalten diese E-Mail, weil Sie sich zum Erhalt von XY-Updates angemeldet haben." Ein kleiner Hinweis mit großer Wirkung.



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