Viele Regeln schlicht unklar 08.05.2018, 09:51 Uhr

DSGVO stellt besonders KMUs vor große Probleme

Die DSGVO ist vor allem für KMUs eine große Herausforderung, sagt die DIHK. Die EU-weit geltenden Regeln wären teilweise für große Konzerne geschaffen und die genannten Bußgelder extrem hoch. Eine Präzisierung sei dringend geboten.
(Quelle: shutterstock.com/Andreas Berheide )
Die am 25. Mai in Kraft tretende Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) wird nach Einschätzung des Deutschen Industrie- und Handelskammertags (DIHK) vor allem kleinen und mittelständischen Unternehmen große Probleme bereiten. Die neuen EU-weit geltenden Regeln stellten gerade für diese Firmen "eine riesige Herausforderung dar", sagte DIHK-Präsident Eric Schweitzer der "Bild"-Zeitung vom Montag. Es gebe große Verunsicherung, da viele Regeln und deren Umsetzung im Alltag "schlicht unklar" seien.
Datenschutz sei enorm wichtig, betonte Schweitzer. Aber er dürfe nicht zu einem "Hemmschuh für das Alltagsgeschäft" werden. "Die Gefahr besteht, dass die teilweise für große IT-Konzerne geschaffenen, überaus bürokratischen Regelungen zusammen mit den immer wieder auch öffentlich genannten hohen Bußgeldern zur Abwehrreaktionen gegen den Grundgedanken des Datenschutzes führen." Eine Präzisierung der Regeln sei dringend geboten.

Umfangreiche Anpassungen an die Regeln

Die DSGVO tritt Ende des Monats in Kraft und verlangt von Unternehmen umfangreiche Anpassungen an die neuen Regeln. Vor allem soll der Verbraucherschutz und der transparente Umgang mit Daten gestärkt werden. Unter welchen Bedingungen jedoch auf Websites zum Beispiel Cookies gesetzt und Nutzer-Analysen gemacht werden können, ist jedoch selbst nach Einschätzung von Rechtsexperten bislang noch unklar. Bei Verstößen drohen hohe Bußgelder. Nach Erhebungen des Internetverbands eco sahen sich Mitte April jedoch erst 13 Prozent der Unternehmen in Deutschland auf der sicheren Seite.



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