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Mit Content Commerce das Profil schärfen

Anzeige: Die Story im Shop. Im großen Angebot von Amazon oder anderen Shopping-Plattformen als eine von Vielen zu sein, passt zu kleinen und feinen Marken oft überhaupt nicht. Produktbild, Text, Kaufen-Button, fertig. 
(Quelle: fotloia)
Dort ist kein Platz für die Idee, die Geschichte und der Menschen dahinter. Die Lösung: Den eigenen Shop bauen (lassen), Geschichten erzählen, viele ansprechende Bilder und Videos aus allen möglichen Perspektiven direkt einbauen. Der “Hier bestellen”-Button sieht dann schon viel sympathischer aus.
Dies gilt besonders für Nischen-Sortimente oder auch Love Brands. Da darf es etwas mehr sein und auch ganz anders: Hochwertige Schokolade, Sex Toys und Küchengeräte etwa. Die Software- und Plattform-Anbieter stellen sich mehr und mehr darauf ein. Content Commerce ist kein neuer, mehr ein derzeit anhaltender Trend. Er spricht Verbraucher an, die nicht nach dem günstigsten Schnäppchen suchen. Sie suchen Qualität, Einzigartigkeit, ein besonderes Erlebnis. 
“Die Kunden interessiert die Geschichte dahinter, besonders die Menschen”, weiß Tobias Blick, Director Marketing bei der Shopware AG. Anstatt sich den großen Plattformen anzudienen, nehmen nach seiner Erfahrung Brands und Dienstleister gern auch den eigenen Shop in die Hand, um mit mehr Aufwand aufwändiges Storytelling zu betreiben. “Mittlerweile geschieht die Produktion der Geschichten mit vielen Medien direkt in der Shop-Software”, sagt Blick. Hochwertiger Content mit Fotos, Text und Videomaterial ist ein anderer Weg zum Bestellprozess, der sich in vielen Fällen schnell bezahlt macht.
(Quelle: fotolia)
 “Hochwertige Fashion-Brands sehen das mittlerweile genau so”, berichtet Caroline B. Helbing, Business Analyst & Copywriter bei Oxid eSales. “Die Kunden wollen Relevanz”, erläutert sie. Was bei der Umsetzung des Shops wiederum mehr Kompetenz erfordert. Auch sie beobachtet diesen Trend seit etwas mehr als anderthalb Jahren.
“Um Besucher dazu zu bewegen, einen Onlineshop zu besuchen, sind Anzeigen in Form von Google- oder Facebook-Ads weit verbreitet. Doch es muss für jeden Klick gezahlt werden. Content Commerce bietet hier eine günstige und nachhaltige Alternative zu Werbeanzeigen. Denn Inhalte wie "Rezepte zum Muttertag" funktionieren jedes Jahr aufs Neue. Je besser die Inhalte geschrieben sind und je länger sich die Besucher auf einer Webseite aufhalten, desto höher wird sie von Google gerankt. Content Commerce ist somit auch eine vergleichsweise kostengünstige Variante, um Suchmaschinenoptimierung zu betreiben”, sagt Jaromir Fojcik, Gründer und Geschäftsführer der creativestyle GmbH, die sich auf hochwertige Online-Shops spezialisiert hat und erst unlängst eine eigene Open Source-Lösung für Content-basierten Commerce mit Magento entwickelt hat.
“Nein, neu ist das nicht”, weiß auch Tobias Blick. Er glaubt jedoch, dass sich der Trend halten wird. Es sei weiterhin wichtig, für die Marke gute und glaubhafte Geschichten zu erzählen. Das Porträt der Macherinnen und Macher daher eine Pflicht, umso viel Authentizität wie möglich herstellen zu können.
 
Zusammen mit dem stetigen Trend des Content Commerce glaubt Tobias Blick und sein Team an Automatisierung, Individualisierung und das Erlebnis. Jede Menge Potenzial bieten da noch Voice Commerce und die sogenannte Künstliche Intelligenz. Beim Thema Erlebnis stehen Augmented Reality und Virtual Reality oben an. Auch sie werden, so Blick, künftig in die Shopsysteme Einzug halten.
 
“Je höher der Beratungsaufwand für das Produkt oder die Dienstleistung ist, umso mehr werden die entsprechenden Aufwände für guten Content mehr und mehr in die Systeme integriert werden”, sagt er. 
(Quelle: DMEXCO)
 Caroline B. Helbing und Tobias Blick freuen sich gleichermaßen auf die bevorstehende DMEXCO im September in Köln. “Wir werden dort vermutlich sehen, wie sich die Nachfrage für die Umsetzung von Content Commerce weiter entwickelt”, vermutet Tobias Blick. Er lobt den internationalen Charakter, schätzt wie Helbing das enorme Networking-Potenzial.
Der E-Commerce ist in seinen zahlreichen Facetten eines der prägenden Themen der DMEXCO 2018. Im Expo-Bereich sind mehr als 110 Aussteller und Ansprechpartner aus der Agenturwelt sowie Spezialdienstleister zu finden. Best Cases und Impulse gibt es im Rahmen der Conference.
 
Tickets für die DMEXCO gibt es hier.