Data Driven Marketing News 04.12.2018, 10:05 Uhr

Das wöchentliche Update für Online-Werber

Europäische Besteuerung von digitalen Werbeumsätzen / Drei Werbemarkt-Prognosen / Schlag gegen Ad Fraud
(Quelle: shutterstock.com/Billion Photos)
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Einigung bei europäischer Digitalsteuer für große Internetkonzerne: Deutschland und Frankreich haben sich jetzt auf einen Kompromissvorschlag für die Besteuerung großer digitaler Werbekonzerne in der Europäischen Union verständigt. In einer gemeinsamen Erklärung betonen die beiden Länder nach Angaben aus EU-Kreisen ihre "Entschlossenheit, eine faire und wirksame Steuer auf große Digitalunternehmen einzuführen". Die Digitalsteuer solle ab dem 1. Januar 2021 in Kraft treten, falls bis zum Jahr 2020 auf Ebene der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) keine Lösung gefunden werde. Die Steuer soll drei Prozent des Umsatzes mit Werbeeinnahmen betragen. Der Verkauf von Nutzerdaten wird nicht berücksichtigt. >>> Sueddeutsche.de
Zehn Prozent Wachstum bei digitalen Werbespendings: Der "Magna-Report" von Magna Global und IPG Mediabrands berichtet von einen Anstieg von 10 Prozent bei digitalen Werbeumsätzen in Deutschland 2018, während die traditionellen Offline-Werbeumsätze (TV, Print, Radio, OOH) um zwei Prozent zurückgingen. Suchmaschinen (+13 Prozent), digitales Video (+25 Prozent) und soziale Medien (+33 Prozent) waren die wichtigsten Treiber für das digitale Wachstum, das in diesem Jahr 8,7 Milliarden Euro erreichte. Der TV-Werbeumsatz blieb 2018 mit 4,6 Milliarden Euro unverändert. Die Hörfunk-Werbeumsätze blieben 2018 stabil (+0,5 Prozent) und dürften 2019 aufgrund von Preiserhöhungen moderat wachsen (+1 Prozent). >>> Horizont.net
Zenith sieht viel Potenzial für E-Commerce-Werbung: Werbung, die neben und innerhalb von Suchergebnissen und Produktlistings auf E-Commerce-Websites steht, ist in China gut etabliert. Weltweit betrachtet beginnt diese "E-Commerce-Werbung" erst noch, in Gang zu kommen, beobachtet die Mediaagentur Zenith. Zenith geht davon aus, dass diese Werbeform ein großes Potenzial bei Online Conversions hat und etwa 100 Milliarden US-Dollar an zusätzlichen Investitionen in den globalen Werbemarkt bringen wird. Der "Advertising Expenditure Forecast" der Mediaagentur prognostiziert, dass Online-Videowerbung weltweit um 18 Prozent und Paid Search um sieben Prozent pro Jahr bis 2021 wachsen wird. >>> Handelsblatt.com
GroupM rechnet mit 5,5 Prozent Wachstum bei digitalen Media-Spendings 2018: Der Media-und Marketing-Forecast "This Year, Next Year" von GroupM setzt sich mit den weltweiten Werbeausgaben 2018 und 2019 auseinander. Insgesamt steigen die globalen Werbeaufwendungen 2018 demnach um 4,3 Prozent und um 3,6 Prozent im kommenden Jahr. In Deutschland erhole sich der digitale Werbemarkt von den Auswirkungen der Datenschutz-Grundverordnung, meint GroupM. Für 2018 prognostiziert die Media-Agentur ein Wachstum der digitalen Werbeausgaben um 5,5 Prozent. 2019 wird in Deutschland die 6 Prozent-Hürde geknackt. Neben Mobile und Programmatic Advertising erweist sich bei den deutschen Digital Ad Spends insbesondere die digitale Audio-Werbung als wichtiger Treiber. >>> Wuv.de
Schlag gegen gigantischen Online-Werbebetrug: Das US-amerikanische Justizministerium klagt acht Männer wegen Online-Werbebetrugs an. Sie sollen durch betrügerische Machenschaften über 30 Millionen US-Dollar an digitalen Werbegeldern abgezweigt haben. >>> Internetworld.de
Ads.txt für mobile Apps ist fast bereit zum Einsatz: Das Tech Lab des amerikanischen Branchenverbands IAB (Interactive Advertising Bureau) hat Spezifikationen für die App-Version von Ads.txt vorgestellt, allerdings noch im Beta-Modus. "Ads" steht für "Authorized Digital Seller". "ads.txt" ist eine Datei, die Zeile für Zeile auflistet, wer dazu berechtigt ist, Werbeinventar eines Publishers auf direktem oder indirektem Weg zu verkaufen. Das ist eine Maßnahme gegen Online-Werbebetrug. Bei Webseitenbetreibern hat sich Ads.txt recht schnell durchgesetzt. Anbieter von mobilen Apps hingegen zögern mit der Übernahme. >>> Adexchanger.com
US-Schuhhändler Payless führt Influencer an der Nase herum: Influencer-Marketing ist gerade sehr angesagt. Wie wenig Ahnung die Influencer von den Produkten haben, die sie bewerben, bewies der amerikanische Billig-Schuhhändler Payless. Er inszenierte seine Schuhe in luxuriöser Umgebung und lud Influencer zur Eröffnungsparty des erfundenen Labels "Palessi" in Los Angeles ein. Aufgrund des edlen Settings waren alle bereit, für die eigentlich billigen Schuhe richtig viel Geld hinzublättern. Payless schaffte mit dieser Aktion einen PR-Stunt. >>> Jetzt.de    >>> Video von ABC News
Halt! Es gibt noch mehr:
Disney und Google knüpfen enge Vermarktungsbande >>> mehr

Die Data-Management-Plattform The Adex ist jetzt direkt mit der Technologie-Plattform von Appnexus verknüpft   >>> mehr

Die Online-Auftritte "Fürsie.de", "Petra.de" und "Vital.de" der Mediengruppe Klambt werden über die Content-Distribution-Plattform "Conative" von Define Media vermarktet >>> mehr



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