Best Brands 2019: Das sind die stärksten Marken Deutschlands

Best Digital Life Brand

Die Top Ten der Sonderkategorie "Best Digital Life Brand" entpuppt sich aus zwei Gründen als ein wenig enttäuschend. Nicht nur, dass mit Amazon, Google und Apple drei zu oft gehörte Marken die Siegertreppchen belegen - mit Bosch (Platz sechs), Siemens (Platz acht) und Fritz!Box (Platz zehn) finden sich zudem nur drei deutsche Namen unter den besten zehn Unternehmen.
Den Studienautoren zufolge sichert sich Amazon den ersten Platz im Ranking, da es die Marke geschafft hat, die Digitalisierung für den Konsumenten am besten erlebbar zu machen. Dazu gehört nicht nur der Online-Handel, sondern beispielsweise auch Alexa, die Sprachassistenz, die derzeit mit Abstand die größte Verbreitung in deutschen Haushalten hat - verglichen mit Konkurrenzangeboten wie beispielsweise Google Assistant. "In den Köpfen der Verbraucher kommt einfach beim Thema Online Retail Amazon - und dann lange nichts", so Haller.
Der Zweitplatzierte Google und der Drittplatzierte Apple würden hingegen mit Innovationen und Technologien bei Verbrauchern punkten. Zuletzt dürfe man nicht vergessen, so die Best Brands-Partner, dass Amazon und Google das beste digitale Preis-Leistungsverhältnis böten.
Natürlich seien Probleme wie Datenhoheit, Datenschutz und Marktmacht auch bei den Befragten präsent. Keine Marke hätte alle Trümpfe in der Hand, es gebe unterschiedliche Marktkompetenzen. Grundsätzlich aber würde der Anwendungsbezug eine ambivalent erlebte Technologieführerschaft ausgleichen.
Zu wenig deutsche Marken
Ebenso ambivalent zu sehen: Große Namen wie Zalando oder Otto fehlen - sieben von zehn Digital-Marken kommen nicht aus Deutschland. "Eine Bankrotterklärung für deutsche Marken", so das harte Urteil des Servicplan-CEO Haller. Für ihn besetzen die Deutschen damit ein Zukunftsthema nicht. "Wir verschlafen die Zukunft in der Außendarstellung", so sein Fazit.
Für die Sonderkategorie wurden 67 Marken aus vier Produktbereichen untersucht. Dazu gehören Online-Plattformen und Kommunikation (Digital Brands) sowie Haushaltsgeräte und Unterhaltungselektronik (Hardware Brands).

Adidas, Lego, Lillet und Amazon - das sind die stärksten Marken Deutschlands. Zum 16. Mal wurden am gestrigen Mittwochabend im Rahmen einer feierlichen Gala in München die Best Brands-Awards verliehen. Wir zeigen die schönsten Bilder des Events.

Zum Studiendesign

Die GfK misst auf Basis repräsentativer Studien die Stärke einer Marke an zwei Kriterien: am tatsächlichen wirtschaftlichen Markterfolg - dem so genannten "Share of Market" - sowie an der Attraktivität der Marke in der Wahrnehmung der Verbraucher, dem "Share of Soul".
Mehr als 14.000 Konsumenten nehmen an den unterschiedlichen Best Brands-Studien teil und bilden zusammen mit den 30.000 Haushalten der GfK Consumer Panels und den 27.000 Geschäften der GfK Retail & Technology Panels die empirische Basis. Die Verbraucher wählen also jährlich die Gewinner aus mehr als 300 potenziellen Best Brands-Kandidaten aus rund 40 Branchen.



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