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15.02.2020, 12:07 Uhr

Werbung für das Reiseland Deutschland: Storytelling in 3D

In regelmäßigen Abständen bewerten und analysieren wir aktuelle Werbekampagnen. Diese Woche zeigt die Deutsche Zentrale für Tourismus eine einfallsreiche Nutzung von Social Media und ­AR-Technologie.
(Quelle: 361/DRX )
Seit über 60 Jahren wirbt die Deutsche Zentrale für Tourismus (DZT) im Auftrag der Bundesregierung für das Reiseland Deutschland. Regelmäßig werden dafür Highlights definiert und in den Mittelpunkt gestellt, in diesem Jahr beispielsweise das 30-jährige Jubiläum der Deutschen Einheit, oder aber der 250. Geburtstag von Ludwig van Beethoven.
Eine der Kampagnen, die kürzlich starteten, war das Projekt "Luftschlösser", das sich durch eine einfallsreiche Nutzung von Social Media und ­AR-Technologie (Augmented Reality) auszeichnet. Damit wirbt die DZT für eine der beliebtesten Touristenattrak­tionen in Deutschland: die Schlösser Neuschwanstein, Sanssouci sowie die Burg Hohenzollern. Dabei können sich die User die Sehenswürdigkeiten als virtuelle 3D-Modelle in ihre reale Umgebung holen, was durch eine AR-Anwendung innerhalb der Facebook- und Instagram-App ­ermöglicht wird.
Die User müssen dazu auf einen Kampagnen-Link klicken oder ­einen QR-Code vor die Handykamera halten, woraufhin Schloss Neuschwanstein, Schloss Sanssouci oder die Burg Hohenzollern von Schneeflocken umweht oder in ein winterliches Abendlicht getaucht auf dem eigenen Schreibtisch oder der ­Küchenzeile schweben. Der Nutzer kann dann von jeder Perspektive aus ein Bild von den Gebäuden machen, er kann sie umrunden und die Burgmauer oder die Eingänge genauer untersuchen.
AR-Kampagne für Neuschwanstein: vielfältige Einblicke und Schlossherren-Selfie
Quelle: 361/DRX

Schlossherren-Selfies

Verantwortlich für Idee und Umsetzung dieser AR-Kampagne ist die Agentur 361/DRX, die zur Avantgarde-Gruppe zählt. Die Kreativen bauten noch ein weiteres, Social-Media-taugliches Icon in die Kampagne ein: Bei dem virtuellen Schlossrundgang wird auch eine bunte Krone sichtbar. Tippt man diese an, wechselt die Smartphone-Kamera in den Selfie-Modus und projiziert das Gesicht des Nutzers in ein historisch anmutendes Gemälde. Die so entstandenen "Schlossherren-Selfies" können anschließend heruntergeladen und geteilt werden.
Rund fünf Millionen Nutzer kann die Kampagne seit Start im Dezember verzeichnen, nach Ansicht ihrer Macher ein "durchschlagender Erfolg". Man zeige ­damit, dass AR-Anwendungen massentauglich umgesetzt werden könnten, wenn sie den Spieltrieb der User ansprechen, so Daniel Sack, Geschäftsführer von 361/DRX. 3D-Storytelling sei damit eine ­echte Bereicherung für die Social-Media-Kommunikation. Sack: "Social-Media-AR ermöglicht hohe Reichweiten und unschlagbare Engagement-Raten."



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