Tracking mit "Amazon Attribution" 05.09.2019, 11:04 Uhr

Amazon-Tool zeigt, wie viel Traffic von Google und Facebook kommt

Wie wirksam ist Werbung auf Facebook oder Google? Diese Frage will ein neues Tool von Amazon beantworten. Es gibt an, ob und inwieweit Kunden - ausgehend von Anzeigen bei Google und Facebook - auf Amazon einkaufen gingen.
(Quelle: shutterstock.com/rvlsoft)
Das Attribution Tool gibt es bei Amazon schon seit einem Jahr. Doch jetzt wird das Feature erweitert, damit Werbetreibende verfolgen können, ob Kunden innerhalb von zwei Wochen nach ihrem Klick auf eine Amazon-Werbung bei Facebook oder Google tatsächlich auf der E-Commerce-Plattform eingekauft haben. Das berichtet Business Insider
Sinn und Zweck: Amazon zeigt mit seinem Tool auf, dass die bei Facebook und Google geschalteten Anzeigen zahlreiche Kunden nicht zu den eigenen Webseiten der Marken bringen, sondern dass diese ihren Einkauf stattdessen bei Amazon tätigen. 

Attribution von Kauf-Konversionen als großes Problem

Die Attribution von Kauf-Konversionen ist tatsächlich für viele Marketing-Abteilungen schwierig - nicht zuletzt wegen der Komplexität der Verwaltung einer Vielzahl von Prozessen und Plattformen, über die die Performance von Anzeigen verfolgt werden muss. Das Problem haben die großen Plattformen wie Google und Facebook bereits erkannt und teilen Attributions-Informationen mit ihren Werbekunden. Das will auch Amazon tun, und zwar mit Hilfe von Tracking-Links. 
Als erfreulicher Nebeneffekt könnte sich für Amazon außerdem ergeben, dass die eigenen Werbeausgaben bei den großen Plattformen sinken. Denn dort wirbt auch Amazon selbst, um große Verkaufsaktionen wie beispielsweise seinen Prime Day bekannt zu machen. Sollte also das Attributions-Tool die Werbekunden überzeugen, könnte Amazon eventuell eigene Werbekampagnen bei Facebook, Google und Co. herunterfahren. 
Seine eigenen Werbeaktivitäten bei Google Shopping hat Amazon bereits vor über einem Jahr eingestellt.



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