Bezahlen mit dem Handy 10.03.2014, 17:20 Uhr

Mobile Payment-Lösungen von Post und Vodafone

Vodafone startet bundesweit die Vermarktung seiner mobilen Geldbörse und seiner Bezahlkarte. Die Deutsche Post lässt ihre Kunden über eine App mobil bezahlen - vorerst aber nur im Raum Köln/Bonn.
Mit PaySmart im Café bezahlen
(Quelle: Deutsche Post )
Rund 36.500 Verkaufsstellen in Deutschland können derzeit Zahlungen über die kontaktlose NFC-Geldbörse von Vodafone (NFC = Near Field Communication) annehmen, darunter die Filialen der Kaffee-Kette Starbucks, der Parfümerie Douglas und der Kamps-Backstuben. Vodafone-Kunden stehen mittlerweile mehr als zehn verschiedene NFC-fähige Smartphone-Modelle von Samsung, Sony, HTC und LG zur Verfügung.
Um das digitale Portemonnaie nutzen zu können, müssen sie die Wallet über die Website des Unternehmens herunterladen und installieren. Die Registrierung für die dazugehörige Geldkarte Smartpass erfolgt dann direkt über die Wallet. Nutzer, die kein NFC-fähiges Handy besitzen, können dieses über einen Sticker nachrüsten. Hinter der Geldbörse steht eine Kooperation mit Visa Europe.
Als Ergänzung der reinen Bezahlfunktion soll die Wallet in Kürze mit Kunden- und Bonuskarten bestückt werden können. Auf der CeBIT führt Vodafone die Integration solcher Karten anhand von ADAC-, Payback- und Lufthansa Miles&More-Karten vor. "Schon bald werden wir unsere digitale Geldbörse um eine wichtige Funktion erweitern; dann können Kunden auch erste digitale Kundenkarten in ihrer Vodafone Wallet verwalten. Für uns ein wichtiger Schritt, das klassische Portemonnaie langfristig durch das intelligente Smartphone abzulösen", so Frank Vahldiek, Director Consumer Services & Innovations bei Vodafone Deutschland.

Auch die Deutsche Post macht mobil

Auch die Deutsche Post arbeitet fleißig an einer Bezahllösung via Handy. Im Raum Köln/Bonn ist nun die Lösung PaySmart an den Start gegangen, über die Nutzer bei angeschlossenen Händlern und Taxis bezahlen können. Dafür müssen sie eine App installieren, einen QR-Code scannen und dann die Zahlung bestätigen. Der fällige Betrag wird anschließend vom Bankkonto des Nutzers abgebucht.
Händler müssen sich auf dem PaySmart-Portal registrieren und erhalten anschließend ein kostenloses Starterpaket mit den QR-Code-Aufklebern für ihre Kassen. Für sie fällt bei der Nutzung von PaySmart eine Gebühr von 1,75 Prozent der Kaufsumme plus fünf Cent Transaktionsgebühr an, eine feste Grundgebühr gibt es nicht. Zudem gewährt die Deutsche Post den Händlern eine Zahlungsgarantie, übernimmt also das Forderungsausfallrisiko. Über die App können Händler auch Werbung für neue Produkte oder Sonderangebote und Rabatte an die Nutzer übermitteln, wenn diese sich im Umkreis von 300 Metern rund um die Verkaufsstelle aufhalten.
Mobile Payment ist ein stark wachsender und heiß umkämpfter Markt: Das Marktforschungsunternehmen Gartner prognostiziert, dass bis Ende dieses Jahres weltweit rund 141 Millionen User über ihr Smartphone bezahlen werden. Gleichzeitig sehen die Analysten aber auch, dass NFC noch kein Massengeschäft ist, weil die Konsumenten erst überzeugt werden müssten, statt mit Bargeld,  ihrer Kredit- oder Debitkarte per Handy zu zahlen. Dennoch arbeiten die Marktteilnehmer - Kreditkatenunternehmen, Mobilfunkbetreiber, Banken und Payment-Dienstleister - mit Hochdruck an dem Thema, um für die Zukunft gerüstet zu sein.



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