Individualisierte Tageszeitung Niiu startet als iPad-Anwendung 26.03.2013, 10:30 Uhr

Neue App, neues Glück

Vor zwei Jahren gab die individualisierte Tageszeitung Niiu das Aus ihres Dienstes bekannt, jetzt wagen die Gründer einen zweiten Anlauf. Am 2. April 2013 erscheint Niiu als iPad-App; das Konzept ist dabei das gleiche wie im Print-Format: Aus mehr als 20 aktuellen Titeln kann der Nutzer bis zu zehn Themenbereiche auswählen, aus denen ihm die neuesten Nachrichten in die App geladen werden.
Klappt es jetzt im zweiten Anlauf? Vor knapp drei Jahren starten zwei Wirtschaftsstudenten mit "Niiu" eine individualisierte "Wünsch-Dir-Was-Zeitung". Das Konzept dahinter: Der Leser konnte online ein persönliches Profil seiner 24 Lieblingsseiten aus regionalen und überregionalen Tageszeitungen und Webinhalten erstellen. Eine spezielle Software trug die gewünschten Inhalte zusammen, dank Digitaldruck gab es die Lieblings-News dann auf gewöhnlichem Zeitungspapier und bis sechs Uhr morgens im eigenen Briefkasten. Im Januar 2011 gaben Hendrik Tiedemann und Wanja S. Oberhof aufgrund einer zu geringen Abonnenten-Zahl das Aus von Niiu bekannt.
Jetzt wagen die beiden Gründer einen neuen Versuch: Angepasst an den aktuellen Mobile- und Tablet-Boom soll es ab dem 2. April 2013 eine Niiu-Wiederauferstehung als iPad-App geben. Wie die Gründerszene berichtet, bleibt das Konzept dahinter das gleiche: Aus 23 aktuellen Titeln kann der Leser bis zu zehn Themenbereiche auswählen, aus denen ihm die neuesten Nachrichten täglich und individualisiert in die App geladen werden. Das Portfolio aus dem Bereich Tageszeitungen speist sich vorerst vor allem aus Springer-Titeln wie "Bild", "Welt", "Hamburger Abendblatt" oder "Berliner Morgenpost". Es gibt aber auch Mode-, Technik- oder Klatsch-Magazine.
Der aktuelle Aufreger "Leistungsschutzrecht" ist für Niiu nach eigenen Angaben kein Problem. "Anders als bisherige News-Aggregatoren hat Niiu direkte Lizenzverträge mit den Verlagen", teilte das Unternehmen der Gründerszene mit. Das heißt, je nachdem wie einzelne Inhalte von der Nutzung profitieren, profitieren die Verlage an den Vertriebs- und Werbeerlösen. Wie Niiu-Gründer Wanja Oberhof betont, seien die Nutzung in den ersten sieben Tage kostenlos. Danach kostet das Abo: 12,99 Euro im Monat, 64,99 Euro im halben Jahr oder 119,99 Euro für ein Jahr.
Als nächsten Schritt planen Oberhof und Tiedemann die stärkere Einbindung von Social Media. Außerdem soll das Angebot um eine Suchfunktion und zusätzliche Filterfunktionen ergänzt werden.



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