Taxi-App ändert Provisionsregeln 09.01.2014, 13:59 Uhr

Mytaxi wird zum Marktplatz

Diese Nachricht dürfte bei Taxifahrern einigen Wirbel machen: Ab Februar 2013 ändert die Taxi-App Mytaxi ihre Provisionsregeln: Fahrer, die den Buchungsdienst nutzen, zahlen dann keine Pauschale mehr, sondern sollen ihre Fahrten ersteigern können.
Mytaxi wird zum Marktplatz
Das Taxi-App-Start-up Mytaxi ändert seine Provisionsregeln für Taxifahrer: Ab dem 1. Februar 2014 müssen die Fahrer nicht mehr pauschal 0,79 Euro pro vermittelter Fahrt bezahlen, sondern entscheiden per Real-Time-Bidding selbst, wieviel Provision sie an das Unternehmen zahlen wollen. Einem Bericht von zufolge können sie zwischen drei und 30 Prozent des Fahrpreises wählen. 
Maytaxi habe die neuen Verträge bereits an die 45.000 Taxi-Fahrer geschickt, die den Dienst nutzen. Mytaxi-Gründer Sven Külper begründete das neue Zahlungsmodell mit der schwankenden Nachfrage nach Taxifahrten, die unter anderem auf Faktoren wie Uhrzeit, Jahreszeit oder Wetter zurückzuführen sei. Den Fahrern gebe das neue Modell einen Anreiz, den Umsatzanteil, den sie an das Unternehmen zahlen flexibel zu wählen. Kritiker befürchten, dass Taxifahrer, die eine höhere Provision zahlen wollen, bevorzugt in der App angezeigt werden könnten.
Mytaxi wurde 2009 von Niclaus Mewes und Sven Külper gegründet. Die App ermöglicht eine direkte Verbindung zwischen Fahrer und Fahrgast. Kunden können die Taxianfahrt live auf dem Display ihres Smartphones verfolgen, Fahrer bewerten und Lieblingsfahrer speichern. Im Sommer 2013 konnte das Unternehmen eine weitere Finanzierungsrunde abschließen. Mit der Kapitalspritze in zweistelliger Millionenhöhe will das Unternehmen unter anderem im Ausland expandieren.



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