Biometrische Erkennung 03.07.2015, 13:15 Uhr

Master Card: Bezahlen via Selfie

Master Card will vom aktuellen Selfie-Hype profitieren: Das Unternehmen testet eine neue Technologie, wonach Kunden mit einer Gesichtsaufnahme oder ihrem Fingerabdruck bezahlen können.
Master Card will sich den aktuellen Selfie-Trend zunutze machen
(Quelle: shutterstock.com/Maridav)
Neue Identifikationsvorgänge wie die Bestätigung von Zahlungen oder das Entsperren des Smartphones via Fingerabdruck werden zunehmend populär. Der chinesische Online-Händler Aliababa etwa stellte auf der CeBIT 2015 die Methode Bezahlen mit einem Lächeln vor. Nun setzt auch MasterCard auf entsprechende biometrische Erkennungsmethoden. Das Unternehmen testet einem Bericht von express.co.uk zufolge Methoden, um die Eingabe von Passwörtern überflüssig zu machen.
Das Hauptaugenmerk des Pilotprojekts liegt auf der Zahlungsbestätigung via Fingerabdruck oder Aufnahme des eigenen Gesichts. Dabei will MasterCard vor allem vom aktuellen Selfie-Hype profitieren, der der Gesichtserkennung zur größeren Akzeptanz verhelfen soll.
Die Testphase läuft zunächst mit 500 Probanden. Diese müssen eine MasterCard-App installieren, über die sie dann mit Fingerabdruck oder Gesichtserkennung die Autorisierung beim Bezahlvorgang durchführen können. Um zu gewährleisten, dass die App nicht mittels davorgehaltenen Fotos überlistet wird, müssen die User bei der Aufnahme blinzeln.

Mobile Payment ist in Deutschland auf dem Vormarsch: Es gibt immer mehr Apps, mit denen Bezahlen auf dem Smartphone alltäglich wird. INTERNET WORLD Business stellt zehn Anwendungen vor.

Herkömmliche Passwörter werden in naher Zukunft ausgedient haben, prognostiziert auch der Marktforscher Juniper Research. Stattdessen sollen Verbraucher Apps mit biometrischen Verfahren nutzen. 2019 sollen demnach weltweit 770 Millionen Apps mit biometrischen Verfahren heruntergeladen werden, um die Identität des Nutzers eindeutig zu belegen. Zum Vergleich: Derzeit laden Smartphone-User binnen eines Jahres nur rund sechs Millionen solcher Apps herunter.
Facebook ist indes schon einen Schritt weiter: Das Netzwerk experimentiert an einem neuen Algorithmus, der es ermöglichen soll, Menschen auf Fotos zu erkennen, obwohl die Gesichter nicht zu sehen sind.



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