Augmented-Reality-Brille nimmt Formen an 05.04.2012, 11:21 Uhr

Google bittet Community um Tipps für "Project Glass"

Der Suchmaschinengigant Google hat in einem YoutubeVideo gezeigt, wie er sich die Zukunft der Computernutzung vorstellt: Eine Brille blendet ihrem Träger Symbole und Daten ein, die ihm durch den Alltag helfen sollen. Auf Google+ bittet der Konzern die Community um Vorschläge, was eine solche Augmented-Reality-Brille können müsste.
Google-Brille
Freunde von Hollywood-Reißern wie "Terminator" oder "Universal Soldier" könnten ebenso Freude haben an dem neuesten Google-Projekt wie Fans von Lieutenant Commander Geordi La Forge - er trägt in der Sci-Fi-Serie "Star Trek" eine futuristische Brille, die sein Augenlicht ersetzt. In einem YouTube-Video hat das Entwicklerteam von "Project Glass" jetzt eine Vision entwickelt, wie eine Augmented-Reality-Brille ihrem Benutzer dabei helfen könnte, seinen Alltag zu meistern. So könnte beim Blick aus dem Fenster in den Morgenhimmel gleich ein Wetterbericht eingeblendet werden. Ist man im Begriff, eine U-Bahn-Station zu betreten, zeigt die Brille an, wenn es dort Störungen und Verspätungen gibt. Selbstverständlich kann man mit der Brille Video-Telefonate führen, sich per Google-Maps-Navi durch den Dschungel der Großstadt leiten lassen oder Verabredungen mit Freunden treffen. Kleine Feinheiten offenbart das Video erst auf den zweiten Blick. So soll die Navigation nicht nur unter freiem Himmel funktionieren, wo ein eingebautes GPS-Modul freie Sicht auf den Himmel hat. Das Video zeigt auch eine Anwendung, in der der Nutzer in einer großen Buchhandlung zu dem Regal geführt wird, in dem das Buch seiner Wahl steht. In-House-Navigation erprobt Google derzeit in einigen US-Shoppingmalls.
Auf Google+ sucht das "Project Glass"-Team jetzt nach Anregungen für das Projekt. Dort werden auch einige Fotos gezeigt, die die Optik der Brille andeuten. Inwieweit diese Fotos schon irgendeinen Bezug zu einem möglichen fertigen Produkt darstellen, erscheint fraglich. Bereits vor mehreren Wochen hatte die "New York Times" gemutmaßt, dass Google bei der Entwicklung der Brille mit dem Sportartikelhersteller Oakley zusammenarbeiten könnte. Über die möglichen technischen Spezifikationen ist noch nichts bekannt. Entscheidend für die Akzeptanz bei den Nutzern dürften neben dem Preis und den technischen Features auch ganz banale Dinge sein: Gelingt es, die komplette Technik in der Brille unterzubringen oder muss man noch einen Rechner in die Tasche stecken? Und wird es die Brille auch für Brillenträger geben?    



Das könnte Sie auch interessieren