Google Wallet als Zwang 09.03.2012, 09:23 Uhr

Entwickler greifen in die Brieftasche

So kann man die Nutzungszahlen eines Dienstes auch hochtreiben: Google soll Druck auf Entwickler von Android-Apps ausüben, ihren eigenen Bezahldienst Wallet für die Abwicklung von Verkäufen zu benutzen.
Google Wallet als Zwang
In den letzten Monaten soll Google Entwickler, die im Android Market Apps und mobile Games anbieten, unter Druck gesetzt haben. Wer die Verkaufsabwicklung nicht über das hauseigene Bezahlsystem Google Wallet laufen lasse, müsse damit rechnen, mit seinen App-Angeboten vom Android Marktplatz entfernt zu werden. Das berichtet die Nachrichtenagentur .
Mit einem solchen Schritt will Google offenbar zweierlei bewirken: Einerseits könnten über die Vereinheitlichung des Bezahlsystems die Transaktionen einfacher werden. Andererseits verdient Google über Wallet höhere Kommissionen pro Verkauf als bei Bezahlabwicklung über externe Anbieter. Google hat bisher auf die Berichterstattung noch nicht reagiert.
Der Android Market wurde erst vor wenigen Tagen in Google Play umbenannt. Als zentraler Umschlagplatz für Musik, Bücher und Apps will Google Play dem Vorbild Apples nacheifern, das mit iTunes Vorreiter war. Mittlerweile steht Googles Anwendungsmarkt in Sachen Angebot nur noch kurz hinter iTunes: Nach einer aktuellen Statistik gibt es insgesamt über 400.000 Apps für Android-Smartphones, während iTunes rund 540.000 Apps für , iPad und iPod Touch anbietet.



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