Zeitungsverlage mit Inhalten für Smartphone-Nutzer 19.05.2011, 16:34 Uhr

Eigene Mobileseiten, extern vermarktet

Zeitungen entdecken die mobile Welt: Nahezu jeder zweite Zeitungsverlag (44 Prozent) verfügt bereits über ein entsprechendes eigenes Mobile Portal. Die Vermarktung lagern die Unternehmen jedoch an externe Dienstleister aus. Ob iPhone-Nutzer auf mobile Inhalte zugreifen, hängt stark von der Tageszeit ab.
Zeitungsverlage mit Inhalten für Smartphone-Nutzer (Foto: istock/Freder)
Das ist das Ergebnis der ZMG-Studie "Online- und Mobile-Media-Angebote von deutschen Zeitungen", für die 170 Verlage zu ihrer Crosschannel-Strategie befragt wurden. In der Refinanzierung ihrer Mobileangebote arbeitet die Mehrheit (60 Prozent) mit einem externen Vermarkter zusammen. Die am häufigisten angebotenen Belegegungsmöglichkeiten sind dabei die Rotation auf der Seite (52 Prozent), die Buchung einzelner Channels (33 Prozent) sowie übergreifende Networkangebote (13 Prozent).
Im Internet, so zeigt die Studie weiter, bieten die überwiegende Mehrheit der Zeitungsverlage inzwischen alle gängigen Werbeformen an: Skyscraper (82 Prozent), Super Banner, Medium Rectangle (80 Prozent), Fullsize Banner (75 Prozent), Wallpaper (68 Prozent) sowie Halfsize Banner (69 Prozent). Und: 90 Prozent aller Zeitungsverlage haben ihren Service dahingehend ausgebaut, die Produktion der digitalen Werbemittel inhouse anzubieten. Zwei von drei Verlagen berechnen dafür  keine Mehrkosten.
Zu welchen Zeiten der mobile Internettraffic besonders hoch ist, hat das Mobile-Werbenetzwerk apprupt untersucht. Basierend auf der Anzahl der Unique User, die über ihr iPhone im Web surften, konnten im durchschnittlichen Tagesverlauf zwei Hauptnutzungszeiten nachgewiesen werden: An Werktagen gibt es besonders viele mobile User im Zeitraum von sieben bis neun Uhr. Nach diesem ersten Hoch sinken die Zahlen bis zum Mittag um durchschnittlich 30 Prozent, um dann bis 16 Uhr leicht anzusteigen, ohne jedoch das morgendliche Niveau zu erreichen.
 
Ab 16 Uhr kann ein kontinuierlicher Anstieg der mobilen User registriert werden, der sich bis zur Hauptnutzungszeit von 19 bis 21 Uhr noch verstärkt. Nach dem Höchststand um 21 Uhr flacht die Nutzung relativ langsam ab, zur Mitternacht werden beispielsweise immer noch mehr mobile User als nachmittags um 15 Uhr registriert.
 
Ebenso konnte festgestellt werden, dass an Sonntagen deutlich mehr iPhone-User zu verzeichnen sind als an Wochentagen. Hauptnutzungszeit am Morgen verschiebt sich um zwei Stunden nach hinten (neun bis elf Uhr). Beim Höchststand von 20 bis 21 Uhr sind 50 Prozent mehr mobile User online als an Werktagen innerhalb dieser Zeitspanne.



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